Politik

Die Alten und die Jungen

hoffen, daß die Jungen die Chancen nutzen, die ihnen geschenkt wurden. Den Alten aber ist ein Vorwurf zu machen: Sie begeben sich gegenüber den Jungen in eine Dematshaltung, aus der die Jungen falsche Schlüsse ziehen müssen.

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DIE ZEIT

Frankreichs Sprung ins Ungewisse

In Frankreich geht eine Epoche zu Ende. Nach dreiundzwanzig Jahren konservativer Herrschaft zieht ein linker Politiker ins Elysée ein.

Der David der hessischen Liberalen

Er hätte ohne viel Verstellung ein Mitglied der Familie Hesselbach darstellen können, dieser geschäftig-gemütlichen Inkarnation hessischen Lebens und Leben-Lassens aus unseren frühen Fernsehjahren.

Zeitspiegel

Im Bundestag übte Hans-Jürgen Wischnewski unlängst herbe Kritik an der Union, weil die CSU ein Parteiausschlußverfahren gegen den Friedensforscher Alfred Mechtersheimer angestrengt hat.

Worte der Woche

„Weil mancher von uns meint, wir Deutsche seien doch seit Generationen literarisch und philosophisch ganz besonders auf der Höhe, eben deshalb sind wir durch den schleichenden Bazillus einer neuen, analphabetischen Unmündigkeit und einer geistigen Selbstentfremdung gefährdet.

Wenn man Freunde hat

„Das hat doch mit unserer Freundschaft nie was zu tun gehabt, daß Sie Präsident sind, ich meine, waren. Ich halte zu meinen alten Freunden.

Ein realistischer Träumer

Gerd Bucerius war Rechtsanwalt in Hamburg, bei der Machtergreifung Hitlers 27 Jahre alt. Nach 1933 wurde er zu einem sehr aktiven Verteidiger und schützenden Helfer der vom Regime Verfolgten.

Warum Israel eskalierte

Auf die Frage, weshalb sich Israel im Libanon verstärkt einmische, antwortete der Generalsekretär des Jerusalemer Außenministeriums, David Kimche, der ZEIT: „Erstens, weil uns die libanesischen Christen um Hilfe gebeten haben.

Mit Goethe durch Latein-Amerika

Ein deutscher Schriftsteller berichtet über seine Erfahrungen bei einer Reise durch fünf Länder Latein-Amerikas

Das Minus in der Lohntüte

Nun steht nur noch der Tarifvertrag für die Chemiearbeiter aus, dann ist für die großen Bereiche der deutschen Wirtschaft die Lohnrunde des Jahres gelaufen.

Mut und Kleinmut

Geschäftsreisende und Politiker, die in diesen Wochen aus Europa in die Vereinigten Staaten fliegen oder von dort zurück kommen, müssen nicht nur die Zeitdifferenz zwischen den Kontinenten verkraften.

Devisenmarkt: Spiegelbild

Auf der Wippe des Devisenmarkts sitzen die beiden wichtigsten Reservewährungen, der Dollar und die Mark. An der Mark hängen als Appendix die Währungen des Europäischen Währungssystems, die mit ihr durch feste Leitkurse verbunden sind.

VW-Preiserhöhung: Wider den Markt

Seit Montag sind VW- und Audi-Modelle um 3,9 Prozent teurer. Trotz Verlusten von Marktanteilen glauben die Kalkulatoren in Wolfsburg offenbar, auch mit höheren Preisen den japanischen Automobil-Konkurrenten Paroli bieten zu können.

WestLB: Bittsteller

Die öffentlich-rechtliche Westdeutsche Landesbank in Düsseldorf befindet sich in einer peinlichen Lage. Sie muß ihre Gesellschafter, also das Land Nordrhein-Westfalen, die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen sowie die Sparkassenverbände um neues Kapital bitten und ihnen gleichzeitig beichten, daß sie für 1980 nicht in der Lage ist, eine Dividende auszuschütten.

Entwicklungshilfe: Opec als Vorbild

Die reichen Ölstaaten kümmern sich nicht nur um ihren eigenen Wohlstand, sondern gewähren inzwischen auch den armen Ländern der Dritten und Vierten Weit finanziell weit großzügigere Hilfe als die Industrienationen.

DAG-Lufthansa: Profilsucht

Die Deutsche Angestellten-Gewerkschaft (DAG) hat das Kriegsbeil ausgegraben. Und da ihre Bataillone in den meisten Branchen ziemlich schwach sind, hat sie sich wieder einmal die Lufthansa aufs Korn genommen, denn dort hat sie eine schlagkräftige Kerntruppe, die Piloten, ohne die im Luftverkehr nichts geht.

Falsch verbunden

Immer wenn der Stuttgarter IG Metall-Bezirksleiter Franz Steinkühler im Fernsehen erscheint, klingelt fünf Minuten später das Telephon bei Marianne Steinkühler.

Frankreich: Der rote Montag

Nun haben die Börsianer doch noch kalte Füße bekommen. Am Montag, dem ersten Tag nach dem Sieg des Sozialisten François Mitterrand bei den französischen Präsidentschaftswahlen spielte die Pariser Börse verrückt.

Pessimismus

Die Zinsen in der Bundesrepublik werden in den nächsten Monaten nicht wesentlich sinken. In dieser Meinung stimmen die meisten Banken überein, auch wenn einige Institute die Hochzinspolitik der Bundesbank für falsch halten.

Autofahrer steigen um

Wilhelm Pällmann, Verkehrsdirektor der Hannoverschen Verkehrsbetriebe ÜSTRA und Präsident des Verbandes öffentlicher Verkehrsbetriebe, ist so sicher wie nie zuvor: „Die Zusammenhänge zwischen den gestiegenen Benzinpreisen und dem Auftrieb für die öffentlichen Verkehrsmittel sind eindeutig.

Europa: Allianz der Zahler

Die Beziehungen zwischen Bonn und London, die auf dem Maastricher Treffen durch den Fisch-Disput getrübt wurden, haben sich bei den deutsch-britischen Konsultationen in Chequers wieder erwärmt.

Zeitungsverlage greifen zum Buch

Ein Jahrzehnt lang wurde über die trüben Aussichten der Druckindustrie und des bedruckten Papier meditiert. Den neuen Medien gehörte angeblich die Zukunft.

Gewerkschaf ten in Japan: Frühling ohne Shunto

Shunto oder Frühlingssturm wird das alljährlich zu Beginn des neuen Haushaltsjahres im April anberaumte Naturereignis poetisch genannt: das lohnpolitische Spektakel der japanischen Tarifpartner.

"Tribüne" und "Hamburger Rundschau": Mit tausend Mark dabei

Die Tribüne, die vom 15. Mai an jeden Freitag mit 20 Seiten und 20 000 Exemplaren an den Kiosken für eine Mark fünfzig zu kaufen sein wird; und die Hamburger Rundschau, die sich mit einer Startauflage von 20 000 und einem Umfang von 20 Seiten, bei einem Heftpreis von zwei Mark, erst im nächsten Frühjahr in die Hamburger Presselandschaft wagen will.

Frauen-Apo macht mobil

Die Stühle dürfen Sie aber nicht mit nach draußen nehmen, die sind zu kostbar“, gab der Pächter der Godesberger Stadthalle Anweisung.

Verpaßte Chance

Eigentlich sollte das Klagelied von den fürchterlichen Folgen der Sparmaßnahmen im Bildungsbereich auf der Jahrestagung der Westdeutschen Rektorenkonferenz (WRK) so laut erschallen, daß dem Bundeskanzler die Ohren klingen.

Bastelei ohne Konzept

Die zweite Reform der gymnasialen Oberstufe steht an, doch vernünftige Modelle für eine Verbesserung gibt es bisher nicht

Denker, Aufklärer, Tatmensch

Sehr helle grau-blaue Augen unter hochgewölbter Stirn blicken ruhig, aufmerksam und vertrauensvoll. Er spricht halblaut und langsam, als ob er nach Worten suche.

Zeitmosaik

Nun mal schön die christlichen und Volksbühnen-Öhrchen gespitzt: Jawohl! Gutes Theater ist teuer! Und noch preiswert dazu! (Billiges Theater ist billig.

„Das Problem der heutigen Künstler: sie arbeiten nicht genug“: Ich möchte gern mein Publikum sein

So blasiert kann einfach niemand in Wirklichkeit sein – das ist die erste Empfindung, wenn er auf das Podium kommt: weißes Dinnerjacket, hochgeklappter Hemdkragen mit einer Schleife aus schmalem schwarzen Samtband, die Haare wie beim Roßhaarbesen zur Seite stehend getrimmt – fast ein Popper; mit dem staksig schlendernden Schritt, der gelangweilt skeptischen Körperhaltung einer frustrierten Turnschuhgeneration; mit einem abschätzenden Blick hinauf zum Rang jemandes, der es eigentlich gar nicht nötig hat.

Die neue Schallplatte

The King’s Singers: „Victorian Collection“: Das ist eine wohlgerundete, charakteristische Sammlung von Liedern aus dem viktorianischen England.

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