Nun können wir also wählen. Entweder: alleslassen, wie es ist und in fünf Jahren hundert Milliarden, in zehn Jahren 150 Milliarden, in zwanzig Jahren 250 Milliarden jährlich Subventionen zahlen. Oder: langsam steigende Mieten (zum Beispiel Staffelmiete für zehn Jahre, dann Freigabe), die dafür sorgen, daß Wohnraum nicht verschwendet, sondern wirtschaftlich verbraucht wird, sparsamer als heute.

Am Ende steht dann entweder die Katastrophe oder die Kostenmiete. Sie gibt es im freien Markt. Für soziale Härten ist dann wegen der ersparten Subventionen Geld genug da für Beihilfen für jene, die es wirklich brauchen.

Der Sündenfall: Mietstopp

Es fehlt nicht an Wohnungen – es fehlt an subventionierten Wohnungen.

Wenn jeder seine Wohnung zum Herstellungspreis bekommt und keine Subventionen (einschließlich der steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten für die Reichen) gezahlt werden – dann können die Steuern ermäßigt (oder die Zuwendungen an die Ärmeren erhöht) werden. Das spart Milliarden Verwaltungskosten, belastet die Wohlhabenden, und begünstigt die tatsächlich Bedürftigen. Es zwingt alle, sich mit bescheidenerem Wohnraum abzufinden; die Mieter mieten weniger, die Reichen bauen kleiner. Wer mehr haben will, muß es selbst bezahlen. Jetzt zahlt der Staat den Reichen (über große Abschreibungen beim Wohnungsbau) ein Viertel ihres Eigentums.

Den normalen Zustand hätten wir schon jetzt – wenn wir nicht eines Tages auf den Gedanken gekommen wären, die Mieten zu "stoppen". Aber in dieser Nation spukt der Gedanke, man könne durch Regulierung etwas umsonst (oder unter dem Herstellungspreis) bekommen. Das geht für kurze Zeit und endet in der Katastrophe.