Auch wenn hie und da Spinnweben die Propeller und Triebwerke verzieren, der Rost sich auf manchen Tragflächen breit macht – die leicht verstaubte Atmosphäre sollte den Besucher nicht erschrecken. Die Abteilung „Air et Espace“ des Königlichen Militär-Museums in Brüssel erhält nämlich keinen einzigen Franken Zuschuß von staatlicher Seite. So ist der Unterhalt einer der größten und wertvollsten Sammlungen alter und neuer Militär-Flugzeuge in Europa ganz der Initiative freiwilliger Helfer überlassen. Ehemalige Angehörige der belgischen Luftwaffe, pensionierte Flugzeugmechaniker, aber auch Beamte, Studenten und Lehrlinge werkeln in ihrer Freizeit an den betagten Flugzeug-Oldtimern herum und setzen sie wieder instand. Die 1970 von einigen Kampfflugzeug-Veteranen gegründete Sammlung besteht aus über 130 Fluggeräten, von denen die meisten aus den beiden Weltkriegen stammen. Das Museum „Air et Espace“ ist in einer riesigen, glasüberdachten Halle in Brüssels „Parc du Cinquantenaire“ untergebracht. In nostalgischem Rahmen, bestimmt von der Stahlarchitektur des vergangenen Jahrhunderts, können Besucher einmal in der Woche die Oldtimer der Fliegerei bestaunen: samstags von 10 bis 12 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr.

R. K.