Über den vielen Schmähungen der Bonner Sparkommissare blieb ein wichtiger Aspekt bisher völlig unbeachtet; die positiven Nebenwirkungen der Beschlüsse. Zigaretten, Sekt und Schnaps werden teurer; die Verbraucher müssen deshalb den Konsum einschränken – und leben gesünder.

Ähnliches sollte die Erhöhung der Heizöl- und Einführung einer Gassteuer bewirken: Wenn Heizen noch teurer wird, lassen es die Deutschen bei einigen Celsiusgraden weniger bewenden – und flugs sparen sie wertvolle Energie. Doch diese Initiative scheiterte – nicht zuletzt, weil es die Regierenden an Konsequenz fehlen ließen. Denn mit ihren Versuchen, durch Steuererhöhungen auch Gutes zu tun, blieb die sozial-liberale Koalition in den Anfängen stecken.

Was, so hätte weiter überlegt werden müssen, kostet denn besonders viel Geld: Beamte, Arbeitslose und Bundeswehr. Was also hätte näher gelegen als eine Beamtenstellen, eine Arbeitslosensteuer und eine Bundeswehrsteuer? Sie hätte die Staatskassen gefüllt – und gleichzeitig Staatsdiener, Arbeitslose und Staatsverteidiger so verteuert, daß wir einfach gezwungen gewesen wären, mit weniger Beamten, Arbeitslosen und Soldaten auszukommen. Ein Patentrezept, mit dem Bonn sich viel Ärger erspart hätte. dg