Die Bundesbürger legen weniger auf die hohe Kante. Nach Angaben des Deutschen Sparkassen- und Giro-Verbandes wurden vom Januar bis zum Juli dieses Jahres nur 10,8 Milliarden Mark gespart; das sind zwei Prozent weniger als im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit.

Am Kind allerdings wird nicht gespart, stellt der Fachhandel für Spielwaren fest. Schachcomputer und ferngesteuerte Automodelle sind trotz ihrer hohen Preise noch immer sehr gefragt. Spielwarenhändler können also nach wie vor mit dem hohen Taschengeld von Kindern und Jugendlichen rechnen, „das ihnen die Erfüllung ihrer persönlichen Wünsche erlaubt“ und dem Handel im vorigen Jahr ein Umsatzplus von 8,8 Prozent bescherte.

Deutsche Weine erfreuen sich auf den Weltmärkten steigender Beliebtheit. Der Gesamtexport an Wein ist im ersten Halbjahr 1981 um mehr als zwölf Prozent gestiegen, teilt die Deutsche Wein-Information in Mainz mit. Hauptabnehmer sind Großbritannien, die USA und die Niederlande.

Unter der noch immer anhaltenden Schwächephase leiden nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums auch die übrigen Wirtschaftszweige. In seinem jüngsten Monatsbericht betont das Ministerium zwar, daß die kräftig gestiegene Auslandsnachfrage auch im zweiten Quartal 1981 ein beachtliches Niveau gehalten habe, zusätzliche Impulse seien dadurch jedoch nicht ausgelöst worden.

E.J.