Im Jahr 1959 wurde Pontus Hulten Direktor des ,,Moderna Museet“ in Stockholm, das er Museet“ in Stockholm, das er ein – Jahr zuvor gegründet und in einer alten Werkhalle im Stockholmer Hafengelände eingerichtet hatte.

Im Jahr 1973 wurde Pontus Halten zum Direktor „Musée d’Art moderne“ in Paris ernannt, das aber erst 1977, als es in der Kulturfabrik Centre Beaubourg neueröffnet wurde, zum viel diskutierten und noch mehr besuchten Museum und Ausstellungsort wurde.

Im August 1980 wurde Pontus Hulten als Direktor des „Museum öf Contemporary Art“ in Los Angeles berufen, am 31. August ist er von Paris abgeflogen, um ab 1. September vollamtlich als Herr eines Museums tätig zu sein, zu dem noch nicht einmal der Grundstein gelegt wurde.

Pontus Hulten und das noch nicht existente Museum in Los Angeles, ist das normal verrückt oder ein Glück für die Kunst?

Hulten, 1924 in Stockholm geboren und zur zeitgenössischen Kunst auf dem Umweg einer Diplomarbeit über „Vermeer und Spinoza“ gelangt, ist nicht eins von den schmalen Ausstellungshemden. Er hat die Statur eines Bauernschrankes, einen eckigen Schädel, schlaue, skandinavisch gletscherblaue Augen. Seine erste Ausstellung machte er 1955 in Paris bei Denise René zusammen mit Jean Tinguely, dem Erbauer der freundlichen Monster-Maschinen aus Schrott. Mit Tinguely ist Hulten seit dieser ersten gemeinsamen Aktivität nicht nur eng verbunden (er hat ein Buch über ihn geschrieben und stellt ihn aus, wo und wann es nur immer geht), er ist seit dieser Zeit auch ein Ausstellungsmacher geblieben, der aus der Sicht des Künstlers arbeitet und nicht aus der des Museums (was damals etwas ungewöhnlicher war als heute, wo mancher Ausstellungsmacher nur noch die Räume stellt und die ganze andere Chose den Künstlern überläßt).

Hultens Arbeit war doppelt erfolgreich. Zum einen war er der Mann, der die amerikanische Kunst der sechziger Jahre sowohl in großen Einzelausstellungen, wie auch in thematischen Übersichten zum erstenmal nach Europa brachte. Rauschenberg, Johns, Pollock, Rosenquist, Oldenburg, Warhol: alle hatten in Stockholm europäische Premiere. Da Halten diese Ausstellungen aber meist als Koproduktionen plante (auch das war damals neu), das heißt, nach Deutschland und Holland weiterschickte, war dadurch auch das seltsame Museum im Stockholmer Hafen überall im Gespräch.