Von Hayo Matthiesen

Dies ist wahrlich eine abstoßende Gechichte: Im Alter von nur zwölf Jahren wird Joan von ihrem Vater, einem Richter, sexuell stimuliert, wenn sie abends im Bett liegt und schlafen will. Als sie 14 ist, treibt er regelmäßig Geschlechtsverkehr mit ihr, „und zwar oft sechsmal die Woche“. Joans Mutter weiß von Anfang an von dem Inzest, ja, „sie ermunterte ihre Tochter zunächst unmerklich“. Die Affäre fliegt erst auf, als Joan achtzehnjährig erkennt, daß ihr. Väter jetzt mit ihrer jüngeren Schwester sexuell verkehrt, und Joan eifersüchtig wird.

Man möchte sich weigern, eine so haarsträubende Begebenheit zu glauben. Aber die Berichterstatter dieses Skandals sind zwei angesehene amerikanische Ärzte. Was sie erzählen, steht zudem in einem von international geschätzten Wissenschaftlern herausgegebenen Buch:

Ruth S. Kempe und C. Henry Kemper „Kindesmißhandlung. Das Kind und seine Entwicklung“, herausgegeben von Jerome Bruner u. a.; Verlag Klett-Cotta, Stuttgart 1980; 173 S., 13,– DM.