Eigentlich war alles ganz gut eingefädelt: Zu Beginn dieser Woche, wenige Tage vor der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt wollte Forschungsminister Andreas von Bülow einträchtig mit den Chefentwicklern von Audi, Daimler-Benz, VW und einer Arbeitsgemeinschaft mehrerer Hochschulen vier Prototypen eines von seinem Ministerium geförderten Forschungsautos der Öffentlichkeit präsentieren.

Dann aber spickten die Referenten der Automanager in Bülows Redemanuskript – und der Eklat war da. Denn dort stand nicht nur, daß die Mittel aus Bonn für die Autoindustrie bei diesem Projekt gekürzt werden, dort stand klipp und klar: „Nur noch bei dem Typ der Hochschulen“ wird weiter finanziert.

Ärgerlich waren die Automanager aber nicht so sehr wegen der Höhe der gestrichenen Mittel – die wenigen Millionen aus Bonn beeinflussen die großen Forschungsetats der Konzerne kaum –, sondern vor allem wegen des Stils der Regierenden. Da hatte das Forschungsministerium erst vor drei Jahren die Firmen bedrängt, doch bei der Entwicklung eines Autos für das Jahr 2000 mitzumachen – und jetzt soll alles nichts gewesen sein. Professor Ernst Fiala von VW meinte deshalb: „Das Vertrauensverhältnis zwischen den Nehmern von Forschungsgeldern und dem Geber ist gestört.“

Die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Autoindustrie allerdings wird davon nicht berührt: Hinter vorgehaltener Hand hatten die Automanager schon immer zugegeben, daß die Bonner Gelder nichts anderes bewirken als was ohnehin vom Markt verlangt wird – Forschungen über sicherere, leisere, abgasärmere und vor allem sparsamere Autos.

Der Wechsel von knapp 25 Werbemillionen zu einer anderen Agentur ist in deutschen Landen nicht gerade alltäglich. Der Wechsel der Eduscho-Millionen, die vom 1. April kommenden Jahres an nicht mehr bei der Düsseldorfer Gramm & Grey, sondern bei der rheinischen Konkurrenz Team/BBDO liegen, birgt zudem eine Pikanterie. Denn zur Jahresmitte war der Team-Truppe der gut dreißig Millionen starke Etat des Kaffeemarkt-Führers Tschibo auf ungewöhnliche Weise abhanden gekommen. Team-Mitbegründer und Chef der Hamburger Dependance Jürgen Scholz hatte sich samt Kollegen und Etat in die Selbständigkeit begeben.

So darf denn der Betrachter und Konsument auf einen zünftigen Wettstreit zwischen Team- und Ex-Team-Mannen, zwischen der Nummer eins und der Nummer zwei unter den Kaffee-Filiallisten gespannt sein.