Neue Aktie: Deckel AG

Angeboten werden jetzt Aktien der Werkzeugfabrik Friedrich Deckel AG, München, zum Preis von 186 Mark Je 50-Mark-Aktle. Plaziert werden sollen 19,3 Millionen Mark. Für 1980 hat die Gesellschaft eine Dividende von fünf Mark gezahlt. Ihre Höhe würde den Ausgabekurs nicht rechtfertigen. Aber die Deckel AG, die auf dem Gebiet der vollmikroelektronisch gesteuerten Werkzeugmaschinen für Klein- und Mittelbetriebe eine führende Rolle spielt, gilt als Unternehmen mit guter Zukunft. Mit dem Gang an die Börse soll das Schicksal des Unternehmens von dem der Familie gelöst werden, die künftig noch mit 68 Prozent beteiligt bleibt. Sie hat zugesagt, vorerst keine weiteren Positionslösungen vornehmen zu wollen, um den Kurs der Aktie nicht zu drücken. Es besteht die berechtigte Aussicht, daß er über 125 Mark hinaus steigen wird.

Pegulan-Aktionäre zur Kasse

Zur Zeit läuft der Bezugsrechthandel für die jungen Aktien der Pegulan-Werke AG, Frankenthal. Sie werden im Verhältnis 7:1 zum Preis von 125 Mark angeboten. Dabei sind die zu Beginn dieser Woche im Verhältnis 7:2 ausgegebenen Berechtigungsaktien nicht bezugsberechtigt. An der Börse wird davon ausgegangen, daß die letzte Dividende von acht Mark auf die Stamm- und neun Mark auf die Vorzugsaktien auf das erhöhte Kapital beibehalten werden kann. Dann würde sich die Rendite (einschließlich Körperschaftsteuerguthaben) auf knapp sieben Prozent, stellen. Da sich die Pegula-Werke zu einem dynamischen Unternehmen für Heimausstattung entwickeln, sollten die jungen Aktien bezogen werden.

Tip für Geringverdiener

Seit Jahresbeginn müssen Arbeitnehmer 9,25 (9) Prozent Ihres Bruttoverdienstes an die Rentenversicherung abführen. Den gleichen Prozentsatz zahlt der Arbeitgeber. Dieser muß die Pflichtbeiträge zur Rentenversicherung aber dann allein tragen, wenn das monatliche Arbeitsentgelt des Arbeitnehmers 1/10 der Beitragsbemessungsgrenze für Monatsbezüge nicht übersteigt. Das sind zur Zeit monatlich 440 Mark. Deshalb sollten Arbeitnehmer, deren Arbeitsentgelt nur geringfügig über monatlich 440 Mark liegt, prüfen, ob sie nicht besser auf Teile ihres Arbeitsentgeltes verzichten und eine niedrigere Vergütung vereinbaren sollten. Sie könnten dann trotz des Verzichts wegen der geringeren Abzüge ein höheres Gehalt ausgezahlt bekommen.

Vorsicht bei Privathaftpflicht

Die Privathaftpflicht-Versicherung ist rein formell an die Person des Versicherungsnehmers gebunden. Stirbt er, endet der Vertrag. Die Familienangehörigen bleiben aber dennoch nicht ohne Versicherungsschutz, da dieser bis zum nächsten Prämienfälligkeitstermin fortbesteht. Bei einer Ehescheidung verliert der Ehegatte, der nicht Versicherungsnehmer ist, den Versicherungsschutz.