Was für Beobachter des wirtschaftlichen Geschehens schon seit langem Gewißheit ist, wird jetzt vom Statistischen Bundesamt bestätigt: Das Bruttosozialprodukt in der Bundesrepublik ist im ersten Halbjahr, verglichen mit der ersten Hälfte 1980, um real 1,3 Prozent gesunken. Die Zahl der Erwerbstätigen ist ebenfalls zurückgegangen, nämlich um 156 000 auf 25,5 Millionen. Pluspunkte verzeichnen die Wiesbadener Statistiker nur für die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen, deren Wert preisbereinigt um 3,2 Prozent gestiegen, während die Inlandsnachfrage nach Endprodukten um 2,1 Prozent niedriger ausgefallenist.

Nach Ansicht des Bundesverbandes Deutscher Banken ist die konjunkturelle Talfahrt noch nicht beendet. Dreh- und Angelpunkt des jüngsten Konjunkturberichts sind die Zinsen, für die – so die Banken – ein Trend nach unten nicht in Sicht ist. Voraussetzung dafür wäre eine deutliche Verbesserung der Leistungsbilanz und ein geringerer Kreditbedarf der öffentlichen Hände.

Hoffnung auf eine Preisberuhigung machen die Volks- und Raiffeisenbanken dem bundesdeutschen Verbraucher. Da der Dollarkurs offensichtlich nicht weiter steigt und die Mark gegenüber den Währungen der wichtigsten Handelspartner an Wert gewonnen hat, wird sich zumindest der importierte Teil der Inflation allmählich vermindern.

Geburtshilfe in über 5000 Fällen hat das Bonner Wirtschaftsministerium dank des „Hilfsorogramms zur Gründung neuer Existenzen“ leisten können. 75 Prozent der Anträge wurden von Handwerkern und von Einzelhändlern gestellt. Der bewilligte Zuschuß zum Eigenkapital lag im Schnitt bei 30 000 Mark. Ho