Uneinig sind sich zur Zeit die Beobachter des deutschen Arbeitsmarktes in ihren Prognosen. So geht die Bundesanstalt für Arbeit mit Blick auf Statistiken aus den Vorjahren davon aus, daß die Zahl der Arbeitslosen im September leicht zurückgehen. und zum Winter hin wieder ansteigen wird. In ihren Budgetplanungen gehen die Nürnberger für 1981 von einem Jahresdurchschnitt von 1,25 Millionen Arbeitslosen aus – im Vorjahr waren es knapp 900 000.

Mit 1,6 Millionen Arbeitslosen zur Jahreswende rechnet die Frankfurter Commerzbank selbst dann, wenn – wie sie zuversichtlich meint – die Bundesrepublik die konjunkturelle Talsohle verläßt und sich das Leistungsbilanzdefizit deutlich vermindert. Und ganz düster ist die Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft: Bei weiter sinkendem Sozialprodukt – so die Pessimisten im Norden – werden im nächsten Jahr durchschnittlich 1,75 Millionen Menschen als arbeitslos registriert sein.

Vor allem Hauswirte, Mieter und Industrie haben die Energiesparappelle ernst genommen. Um je ein Fünftel ist der Verbrauch an leichtem und schwerem Heizöl in den ersten sieben Monaten, verglichen mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, gesunken. Bei Super- und Normalbenzin lag der Absatz nach Angaben des Bundesamtes für gewerbliche Wirtschaft gut fünf Prozent niedriger, der Verkauf von Dieselkraftstoff hat sich dagegen leicht erhöht. Ho