Die Versuchung, sich in den ersten Schwangerschaftsmonaten noch auf die Skipiste zu wagen, mag groß sein. Aber statt zu wedeln, sollten werdende Mütter lieber wandern.

Die Meinung der Gynäkologen ist eindeutig: Skifahren und Schwangerschaft schließen einander aus. Ebensowenig vertragen sich die anderen Umstände mit Schlittschuhlaufen, Rodeln, Eisstockschießen und ähnlich anstrengenden Aktivitäten.

Nach kurzem Nachdenken wird mancher Hausarzt zwar einige Patientinnen aufzählen können, die trotz bestem Wissen nicht widerstehen konnten und bis zum sechsten Monat zu zweit auf einem Paar Ski die Hänge herabwedelten und bei denen dann auch noch alles gutgegangen ist – doch darauf kann sich niemand verlassen. Jeder verantwortungsvolle Arzt wird von derart riskanten Unternehmungen entschieden abraten.

Besonders Eltern, die das erste Baby erwarten, wissen, daß sie nach der Geburt wenigstens für einige Zeit auf das Reisen verzichten müssen. Da kommt bei vielen der Wunsch auf, vor den beschwerlichen letzten Monaten der Schwangerschaft noch einmal wegzufahren.

Ein Arzt – den man auf jeden Fall befragen sollte – wird nichts gegen eine Winterreise ohne große sportliche Aktivitäten haben, wenn die werdende Mutter nicht zu den sogenannten „Risiko-Patientinnen“ gehört, deren Schwangerschaft besonders überwacht werden muß. Der Familienurlaub braucht wegen des bevorstehenden Ereignisses also nicht unbedingt abgeblasen zu werden. Allerdings sollten sich alle Mitglieder klar sein, daß Sport und Reisen erheblich eingeschränkt werden müssen.

Auch für die gesunde Schwangere kann eigentlich nur Schwimmen – im Hallenbad – und Wandern – auf geräumten Wegen – als geeignete „sportliche“ Betätigung empfohlen werden. Die gut gestreuten, trittsicheren Wege sollten auch nicht über eine Höhe von 1800 Metern führen, da sonst die Gefahr einer Atem- und vielleicht sogar Sauerstoffnot für das Kind im Mutterleib besteht.

Alle anderen Sportarten scheiden aus. Skifahren und Rodeln nicht nur wegen der Sturzgefähr. Auch die zwangsläufigen Erschütterungen und die unvermeidlichen, heftigen Streckbewegungen können eine Fehlgeburt auslösen.