In der Literatur-Beilage der ZEIT zur Buchmesse (Nr. 43 vom 16.. Oktober 1981) konnte in feiner Rezension meines Buches "Zeugen der Anklage – Die BILDbeschreibung wird fortgesetzt" von Harry Pross ein falscher Eindruck entstehen. Ich bin nie zu einem "Widerruf" verurteilt worden. Beauftragte des Springer-Konzerns haben zwar in Rundfunk- und Fernseh-Erklärungen wiederholt Prozesse gegen das Buch angedroht, jedoch bis heute – zwei Jahre nach Erscheinen – ihre Versprechungen nicht wahrgemacht. Vielleicht haben die Konzernverantwortlichen seit ihrer Niederlage vor dem Bundesgerichtshof in Sachen "Aufmacher" das Vertrauen in ihre Justiz verloren. Auch beim soeben erschienenen "BILD-Handbuch bis zum Bild-Ausfall" (Konkret-Literatur-Verlag) hat sich der Springer-Konzern trotz eingehender Prüfung bisher nicht entschließen können, sich vertrauensvoll an die Gerichte zu wenden. Günter Wallraff