Es ist so gut wie entschieden, daß Professor Gerhard Fels, der stellvertretende Präsident des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, Ende Februar aus dem Sachverständigenrat ausscheidet. Der kleine Vorbehalt stützt sich auf das Bemühen der Bundesregierung, ihn für eine weitere Amtszeit zu gewinnen. Doch Fels selbst winkt ab. Sechs Jahresgutachten, meint er, seien genug. Er möchte sich nun wieder voll seinem Institut widmen.

Das Bundeskabinett muß jetzt dem Bundespräsidenten gleich zwei neue Mitglieder zur Berufung in den Sachverständigenrat vorschlagen. Der Nachfolger für Professor Werner Glasstetter, der den Gewerkschaften nahesteht und schon nach kurzer Amtszeit resignierend aus dem Rat ausschied, wird Professor Hans-Jürgen Krupp, der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin. Wer Gerhard Fels’ Nachfolger sein wird, ist noch offen.

Reißen sich die Professoren um einen Sitz im Sachverständigenrat? Sind die 50 000 Mark jährlich nicht ein willkommenes Zusatzeinkommen? Wenn die Meinung von Fels typisch ist, sind solche Posten eigentlich gar nicht so sehr begehrt. Der 42jährige Fels: „Man kann nicht die besten Jahre seines Lebens in einem solchen Gremium zubringen.“ R.H.