Hartnäckig lehnt Deutschlands Reiseindustrie vier Vorschläge ab, die der Berliner Verbraucherschutzverein an den deutschen Reisebüro-Verband (DRV) in Frankfurt als Dachorganisation des Gewerbes stellt. Notfalls wollen beide Seiten die Gerichte bemühen.

Bei den strittigen Punkten, die zu klären sind, handelt es sich um die

Verjährungsfrist

Nach Ansicht des DRV können Zahlungsansprüche des Urlaubers sechs Monate nach Reise-Ende nicht mehr geltend gemacht werden. Der Berliner Verein dagegen vertritt die Auffassung, daß mit diesem Zeitraum „nicht alle denkbaren Ansprüche erfaßt sind“.

Einmonatige Ausschlußfrist

Nach Ansicht des Frankfurter Verbandes müssen Reisende innerhalb eines Monats Ansprüche geltend machen, die aus eventuellen Mängeln resultieren. Nach Ablauf dieser Frist verfallen alle Ansprüche. Der Berliner Verein hingegen vertritt die Auffassung, daß auch über diese Frist hinaus Ansprüche angemeldet werden können. Das heißt konkret: Urlauber können auch nach Ablauf eines Monats Zahlungsforderungen an den Reiseveranstalter stellen.

Haftungs-Begrenzung auf dreifachen Reisepreis