Obwohl der Handel rund um den Globus im vergangenen Jahr um rund ein Prozent schrumpfte, konnte die bundesdeutsche Exportindustrie einen Triumph nach dem anderen feiern. Insgesamt stiegen die Ausfuhren um 13,3 Prozent auf 397 Milliarden Mark. Allein in den ersten neun Monaten holten die Hersteller von Bau- und Baustoffmaschinen fast doppelt so viele Auslandsaufträge herein wie im Vergleichszeitraum 1980, die Kraftfahrzeugbranche steigerte 1981 ihren Exportanteil auf 54,5 nach 53,2 Prozent, die Maschinenbauer und die chemische Industrie erreichten jeweils ein Exportplus von sechzehn Prozent.

Besonders erfolgreich waren deutsche Unternehmen im Handel mit den Opec-Staaten, die ihre Einfuhren aus Deutschland um 53 Prozent auf 35 Milliarden Mark im vergangenen Jahr erhöhten. Entsprechend verminderte sich das deutsche Handelsdefizit mit diesem Wirtschaftsraum um fast zehn auf nur noch 2,6 Milliarden Mark.

Europas Unternehmer wollen in diesem Jahr drei Prozent mehr investieren als 1981 – bei näherem Hinsehen gibt es aber deutliche Unterschiede unter den einzelnen Staaten. Besonders risikofreudig zeigen sich französische, irische und britische Unternehmer, deren Pläne weit über dem Durchschnitt in der Europäischen Gemeinschaft liegen. In der Bundesrepublik wird das Vorjahresniveau gehalten, in den Benelux-Ländern nicht erreicht werden.

Hungern muß wohl niemand von den 270 Millionen EG-Bürgern, aber Armut – definiert nach dem Einkommen – ist nicht gar so selten. Dreißig Millionen Bürger müssen mit weniger als der Hälfte der Durchschnittseinkommen, die in ihren Heimatländern erzielt werden, ihr Dasein fristen. In Irland ist jede vierte Familie davon betroffen, in Italien jede fünfte. In Frankreich und Luxemburg leben knapp fünfzehn Prozent der Familien unter der Armutsgrenze, in Dänemark dreizehn Prozent. Am besten bekämpft werden konnte die Armut in den Niederlanden und in der Bundesrepublik. Hier liegt der Anteil weit unter zehn Prozent.

Rein statistischen Wert hat die Angabe, daß die Verbraucherpreise in der Europäischen Gemeinschaftim Jahresdurchschnitt 1981 um 12,5 Prozent gestiegen sind. Dahinter verbirgt sich eine Spanne von knapp 21 Prozent, um die sich der griechische Warenkorb verteuerte, und 6,3 Prozent Preisanstieg in der Bundesrepublik. Geringe Abweichungen vom EG-Durchschnitt verzeichnen Frankreich, Dänemark und Großbritannien. Ho