Die Mineralölkonzerne tun gegenwärtig alles, um den Autofahrer zu verunsichern. Die Texaco hat angekündigt, sie werde entgegen dem gegenwärtigen Trend – die Benzinpreise sind seit September um 25 Pfennige gefallen – den Benzinpreis heraufsetzen (siehe auch: „Verluste zwingen uns“).

Kurz nach dieser Ankündigung senkten jedoch Esso und Shell in einigen Regionen den Preis für Superbenzin nochmals um einen Pfennig.

Auch Texaco hat, so zeigen Marktbeobachtungen, nach der Ankündigung von Preiserhöhungen an verschiedenen Plätzen die Preise noch gesenkt. Preiserhöhungen sind bisher nur vereinzelt bekannt geworden.

Derweil ist in Rotterdam der Preis für Normalbenzin kräftig gefallen, von 284 auf 273 Dollar je Tonne. Gleichzeitig sank der Dollarkurs um etwa vier Pfennig.

In der Branche hält man es deshalb für ausgeschlossen, daß sich jetzt eine Preiserhöhung durchsetzen läßt.

Vielleicht wird Rolf Rodenstocks Nachfolger als BDI-Präsident (fürs erste) doch noch Rolf Rodenstock werden. Nach dem durch die Partei-Spenden-Affäre ausgelösten Rücktritt des Flick-Gesellschafters Eberhard von Brauchitsch von der Kandidatur, hatte der Brillenfabrikant eine Verlängerung seiner Amtszeit zunächst abgelehnt.

Letzten Montag jedöch, bei einem Treffen führender BDI-Repräsentanten in Köln, erklärte er sich nach Informationen aus dem Präsidium wider Erwarten bereit, sich die Sache noch einmal zu überlegen.