Die „Gesamtstimmung“ machte SPD-Bundesgeschäftsführer Peter Glotz für die Niederlage seiner Partei bei der schleswigholsteinischen Kommunalwahl verantwortlich.

Die SPD (1978: 40,5 Prozent) kam nur auf 34,6 Prozent. Vor allem in den Hamburger Randgemeinden mußte sie große Verluste hinnehmen. Die CDU (1978: 49,2 Prozent; 1982: 50,1 Prozent) schaffte in zehn der elf Kreise die absolute Mehrheit. Schlimmer noch: Auch in den vier kreisfreien Städten wurde die CDU stärkste Partei.

Die Grünen waren, getrennt und zerstritten, mit zwei Parteien bei der Wahl vertreten. „Die Grünen“ bekamen 3,1 Prozent, die „Grüne Lis:e“ 0,9 Prozent. Großer Erfolg: der Kreis Steinburg, in dem Brokdorf liegt, mit neun Prozent (CDU 52, SPD 38 Prozent).

Verschiedene Wählergemeinschaften – die den Grünen meist nahestehen – erhielten 2,4 Prozent.

Die FDP hielt sich bei 6,8 Prozent (1978: 7,3 Prozent); der Südschleswigsche Wählerverband (SSW) konnte sich gegenüber 1978 leicht verbessern: von 1,7 auf 1,8 Prozent. Die DKP landete bei 0,3 Prozent (1982: 0,5 Prozent).

Eine Kieler Eigentümlichkeit, mit Erstaunen registriert: Die rechtsextremistische „Kieler Liste für Ausländerbegrenzung“ brachte es in der Landeshauptstadt auf 3,8 Prozent.