Einen glücklichen Zeitpunkt für Preiserhöhungen gebe es nicht, räumte vor einer Wo- – die noch Armin Schram, Chef der Deutschen Texaco, in einem ZEIT-Interview ein. Die Texaco hatte gerade um zwei Pfennige höhere Benzinpreise bekanntgegeben, die Aral AG, die das größte Tankstellennetz in der Bundesrepublik betreibt, folgte auf dem Fuße. Doch die anderen Konkurrenten hielten still. An einigen Tankstellen gingen sie sogar mit den Preisen herunter. Texaco und Aral liefen die Kunden davon. Deshalb senkten sie ihre Preise wieder.

Dabei ist das Argument, mit dem Texaco und Aral die Preiserhöhung begründeten, durchaus zutreffend: Sie klagten über hohe Verluste.

Doch das schert die Käufer wenig, sie verhalten sich marktkonform. Und am Markt sind angesichts der Ölschwemme, sinkender Rohölpreise und nachgebender Benzinpreise auf dem freien Rotterdamer Markt keine höheren Preise an den deutschen Tankstellen durchzusetzen. Der Texaco-Chef hat recht: Es gibt keine glücklichen Zeitpunkte für Preiserhöhungen. Und dieser war besonders unglücklich. chr