Ein Gutachter wurde zu Rate gezogen. Er verteidigte die Harmlosigkeit von Moschus-Enten und fuhr in seinem Gutachten fort:

Die Wildform nährt sich hauptsächlich nach Art der Gänse von Grünzeug auf dem Lande, geht auf Getreide- und Maisfelder, reißt gern die Wurzeln der Kassawa (Maniok) aus dem Boden und verzehrt daneben Urwaldkräuter.“

Da haben wir ihn, den Paragraphen neun! Aber nehmen wir einmal an, unsere Enten fräßen auf den Feldern – da würden unsere Nachbarn sagen: „Bitte schön! Unseren Feldern macht das nichts aus!“ Zwar ist es vorgekommen, daß die munteren Tiere mit suchenden, witternden Gebärden auf den Feldern spazierengingen. Aber umsonst! Sie suchten Mais und Maniok. Sobald sie erkennen mußten, daß unsere Nachbarn keine Mais- und Maniok-Bauern sind, kehrten sie in unseren Garten zurück und verzehrten Körner, die wir von eben diesen Nicht-Mais- und Nicht-Maniok-Bauern käuflich erworben hatten. Mit anderen Worten: Sie fraßen nur, was bar bezahlt war.

Und das berühmte Fischlaichfressen? Wenn überhaupt, so dürfte es, wie der Gutachter sagt, „nur von untergeordneter Bedeutung sein“. Und er fährt fort: „Dafür kommen einheimische Wildenten, insbesondere die Anas platyrhynchos viel eher in Betracht, die wahrscheinlich häufiger auf dem Stöckter Brack einfällt, wenn nicht sogar dort zur Brut schreitet, was mir nicht bekannt ist.“

An diesem Punkt der Lektüre blicke ich auf: „Alexandra, was ist eigentlich aus den Anas platyrhynchos geworden?“

„Aus was?“

„Na, aus diesen kleinen Anas platyrhynchos, die du und Chappy damals aus ihren Eiern geholt habt?“