Im Geschäft mit der Büroautomatisierung will Olivetti die Nase vorn haben

Von Friedhelm Gröteke

Der Mensch hat den Stein der Weisen gefunden", sagte Aurelio Peccei, Präsident und Gründer des Club of Rome, kürzlich bei der Jahrestagung des Clubs in Salzburg. Mit dem Stein der Weisen meinte Peccei die Chips, kleine elektronische Bausteinchen von wenigen Quadratmillimetern Größe. Bis zu 250 000 einzelne Funktionselemente können diese Siliziumplättchen heute bereits enthalten.

Der Italiener Peccei weiß, wovon er redet: Er war von 1964 bis 1967 Präsident von Olivetti. Dieser Konzern, der mit Datenverarbeitungsanlagen und Büromaschinen soviel umsetzt wie kein anderes europäisches Unternehmen, hat nach den Worten seines heutigen Chefs Carlo De Benedetti das Glück, "ein wichtiger Mitspieler im Prozeß der Büroautomatisierung zu sein". Investierten die Unternehmen bisher vor allem, um menschliche Arbeit in der Produktion zu erleichtern oder zu ersetzen, so geht es heute um die Rationalisierung im Büro. Und dabei spielen die Chips eine große Rolle.

Mit hartem Besen

Doch um die Nase mit vorn zu haben im Geschäft mit der Rationalisierung, hat Olivetti zunächst einmal im eigenen Haus mit hartem Besen kehren müssen. In den letzten drei Jahren hat der Konzern die Belegschaft um 12 000 Personen verringert. Ende 1981 beschäftigte Olivetti nur noch 54 000 Leute, die Hälfte davon in Italien. Das wird In den nächsten Jahren sowohl bei Olivetti als auch bei der internationalen Konkurrenz so weitergehen, erklärt man im Konzernhauptquartier Ivrea bei Turin.

Seit dem Eintritt des neuen Chefs Carlo De Benedetti vor drei Jahren ist der Umsatz je Beschäftigten in Dollar ausgedrückt bei Olivetti am schnellsten gestiegen. Dann folgen die Japaner und zum Schluß dicht beieinander die europäische und amerikanische Konkurrenz.