Die Lufthansa warnt

Die in Luxemburg beheimatete Vome-Effekten-Holding S.A. bietet an, Lufthansa Stamm- und Vorzugsaktien gegen Übernahme ihrer eigenen Aktien zu tauschen. Für eine Lufthansa-Aktie bietet sie 20 Vome-Aktien (Stück 100 Luxemburger Franken) und kommt dabei auf einen Lufthansa-Kurs von 109 Mark. Der Vorstand der Lufthansa warnt davor, sich auf dieses Angebot einzulassen, denn der tauschende Aktionär erhält mit den Papieren der Vome Stücke, die an keiner Börse zugelassen sind, also praktisch nicht wieder verwertet werden können.

Hinter der Transaktion steckt der Kaiserslauterer Vermögensverwalter Hans Eberhard Volkmann, der mit rund 25 Prozent an der Vome beteiligt ist. Als Bankverbindung wird die Banque U.C.L., Luxemburg, genannt, die sich mehrheitlich im Besitz der Bank für Gemeinwirtschaft befindet.

Personelle und finanzielle Querverbindungen der Vome gibt es zu der gerade in Bankrott gegangenen Gebr. Fahr AG. Die Gebr. Fahr AG hatten Aktien der 1978 gegründeten Vome erworben. Dabei hatte das damalige Vorstandsmitglied Lothar Holl eine Rolle gespielt, der heute noch Aufsichtsratsmitglied bei der Vome ist. Gegen Holl hat die Frankfurter Staatsanwaltschaft Anklage wegen Untreue erhoben. Da schwerlich anzunehmen ist, daß die von der Vome gestartete Umtauschofferte nennenswerte Erfolge bringen wird, sieht man ihren eigentlichen Zweck darin, die Notiz der Lufthansa-Aktien durch den publizierten „Umtauschkurs von 109 Mark“ je 50-Mark-Aktie nach oben in Bewegung zu bringen. Schließlich sei bekannt, so heißt es in Börsenkreisen, daß es hier größere spekulative Engagements gibt, die sich nur zu höheren Kursen als heute erfolgreich auflösen lassen.

Deutsche Bank senkt

Die Deutsche Bank hat die Zinsen für persönliche Dispositionskredite um 0,5 auf 15 Prozent gesenkt. Die Kreditzinsen für die Finanzierung von Kraftfahrzeugen und anderen langlebigen Gebrauchsgütern wurden um rund ein Prozent jährlich zurückgenommen. Für Kredite unter 10 000 Mark allerdings nur um 0,64 Prozent.