Tafelrunde: „Hauptmanns Lust“, „Marketenderins Traum“ und „Futtermeisters Liebelei“ sind keine einschlägigen Filmtitel, sondern Menü- und Speisebezeichnungen eines Hotels in Bad Karlshafen. Für Gruppen ab 30 Personen wird dort zum Preis von 55 Mark pro Kopf die Tradition mit Löffeln genossen. Denn aufgetischt wird, was an die Vergangenheit der hugenottischen Siedlung im Weserbergland erinnert. Information: Kurverwaltung, 3522 Bad Karlshafen, Telefon: (05672) 10 22.

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Majestätisch: Hoch zu Roß oder auf dem Kutschbock dem Ambiente des „Märchenkönigs“ Ludwig II. nachzuspüren, ermöglicht die staatliche bayerische Schlösser- und Seenverwaltung. Auf der Herreninsel im Chiemsee, wo eines seiner Prunkschlösser steht, werden für Anfänger und Fortgeschrittene elf- bis 17tägige Reitkurse und Kutschen-Fahrlehrgänge angeboten, die 25 Mark pro Tag kosten. Auskunft: Verkehrsverband Chiemsee, 8210 Prien, Tel.: (08051) 4368.

Kiäuterzauber: Kochen lernen wie die Kräuterhex’ können Freunde der ganz naturverbundenen Küche in Gerolstein in der Eifel. Dabei geht natürlich alles mit rechten Dingen zu. Unter Leitung eines Heilpraktikers werden die heimischen Kräuter gesammelt und danach zu – hoffentlich – schmackhaften Wildgemüsen und zur Verfeinerung von Fleisch- und Fischgerichten verwendet. Gesammelt und gekocht wird im Juni und Juli, der Kurs kostet ab 150 Mark. Auskunft: Verkehrsamt 5530 Gerolstein, Tel. (06591) 13 217.

Kunstblumen: Der Tulpe, dem Markenzeichen Hollands, versucht das Städtchen Breezand im Norden des Landes Konkurrenz zu machen – mit Hyazinthen. Bei einem Wettbewerb werden, inmitten des größten niederländischen Blumenzwiebel-Zuchtgebietes, 10 000 Blüten der wohlriechenden und farbenprächtigen Pflanze zu Mosaiken zusammengesetzt. Vier Tage lang (vom 1. bis 4. Mai) sind die rund 120 Bilder zu bestaunen.

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Zuckerl: Versüßt wird demnächst der Urlaub im Burgenland: In Siegendorf konstituierte sich der Verein zur Gründung und Führung eines Zuckermuseums. In dieser ersten österreichischen Süßstoff-Gedenkstätte, die im ehemaligen Kloster Siegendorf eingerichtet wird, sollen Bilder, Dokumente und Erinnerungsstücke die Bedeutung der österreichischen Zuckerindustrie unterstreichen. Den Grundstock der süßen Sammlung bilden Rübengabeln, Kopfmesser und Zuckerhutformen, Sorgen machen allerdings die weiteren Exponate.