Jetzt sollen sie also wieder teurer werden, die Autos made in Germany. Der Volkswagenkonzern machte in dieser Woche den Anfang mit 3,9 Prozent Preiserhöhung für seine VW-Modelle und 4,3 Prozent für seine Audi-Typen. Die anderen Hersteller werden früher oder später folgen.

Wie schon zum Jahreswechsel wird auch diesmal wieder geheuchelt: Kostensteigerungen, so heißt es, seien der Grund für die höheren Preise. Richtig ist dagegen, daß höhere Preise nicht eine Frage der Kosten, sondern eine Frage des Marktes sind.

Und da sieht es hierzulande eher düster aus: Um über zehn Prozent blieben die Neuwagenverkäufe in den ersten zwei Monaten hinter dem Vorjahr zurück. Schon die alten Preisempfehlungen der Hersteller ließen sich deshalb kaum halten, im Handel wurden sie zum Teil um über zehn Prozent unterschritten.

Jetzt wird es der Autohandel noch schwerer haben, die Aufschläge durchzusetzen. Preisempfehlungen aber, die in der Realität nicht bestehen, erregen die Aufmerksamkeit des Bundeskartellamtes und werden am Ende als „Mondpreise“ verboten. So könnte die Preisrunde dieses Frühjahrs das Ende der unverbindlichen Preisempfehlungen für Automobile einläuten. dg.