Kirschen in des Nachbarn Garten sind alleweil süßer, Ferien in der Nachbarn Städte sind allemal ein wenig anders. Unmittelbar hinter unseren Grenzen suchen wir keine Exotik. Wir erwarten das Vertraute, leicht gewürzt mit dem Aroma des Fremden: Spritztouren für die Phantasie.

Im vergangenen Jahr haben ZEIT Autoren und Mitarbeiter Stippvisiten in alle Nachbarländer unternommen; etwa hundert Kilometer tief reichte die Region, die sie jenseits der Schlagbäume erkundeten. So war der Titel der ZEIT Reiseserie geboren: "100 Kilometer Nachbarschaft". Diese Reihe mit außergewöhnlichen Vorschlägen für Tagesund Wochenendtouren fand so viel Anklang bei unseren Lesern, daß wir sie überarbeiteten und zu einem ZEIT Reisebuch zusammenfaßten. Es ist der zweite Band dieser Buchreihe; der erste, "Deutschlands schönste Ferienstraßen, erschien vor einem Jahr.

"Stippvisiten in unsere Nachbarländer (ZEITReisebücher Band 2) ist jetzt erhältlich. Das Buch erscheint im Verlag Hoffmann und Campe, ist 300 Seiten stark, hat 29 Karten, einen ausführlichen Informationsteil, ein Register und kostet 29 80 Mark.

Die Stippvisiten führen beispielsweise zu den Stockspringern im niederländischen Friesland, auf Napoleons Spuren nach Waterloo, zu den Hexenmeistern im französischen Sundgau, zu den Schweizer Alphornbauern, in des Liechtensteiner Fürsten kleines Reich und unter die Falkner in Südtirol. Kaiser Franz Joseph bestimmte die Pfade durch Bad Ischl, Wallenstein jene durch Böhmen; hinter der Grenze zum deutschen Nachbarstaat waren Eisenach, der Harz und Sachsens Weinberge Ziele unserer Reisen.