Die Fußball-Weltmeisterschaft in Spanien wird durch das Fernsehen zu einem Millionen-Ereignis. Insgesamt 95 Stunden lang wollen die ARD und das ZDF am Ball sein. Vom 13. Juni bis zum 11. Juli hat also „Fußball total“ Vorrang auf den Bildschirmen der Heimkinos. Einen ganz wichtigen Part werden dabei die Reporter übernehmen. Denn ohne das Wort ist selbst das faszinierendste Bild nur die Hälfte wert.

Nun wiesen die Übertragungen von der Südamerika-Tournee der deutschen Nationalmannschaft und die Kommentare zu den Europacup-Spielen deutscher Bundesliga-Klubs noch erhebliche Mängel auf. Und es zeigte sich, daß die Reporter noch fleißig üben müssen, um nicht abzufallen gegenüber dem von der Technik gelieferten Bild. Das betraf selbst so routinierte Sprecher wie Dieter Kürten vom ZDF und Rudi Michel von der ARD.

Die deutschen Fernsehanstalten ARD und ZDF können aus dem vollen schöpfen. Das Angebot an Sportreportern ist hierzulande größer als etwa bei der größten amerikanischen Fernseh-Gesellschaft ABC. Das ZDF allein hat über 50 festangestellte Sport-Reporter und Redakteure, bei den Sendern der ARD sind es summa summarum über 70. Aber jeweils nur neun Reporter von ARD und ZDF sollen aus Spanien fürs Fernsehen berichten.

Für die ARD: Dieter Adler, Klaus Schwarze (beide WDR), Rudi Michel (SWF), Peter Jensen (NDR), Holger Obermann (HR), Günter Wölbert (SDR), Eberhard Stanjek (BR). Hinter dem Namen des erst kürzlich degradierten WDR-Sportchefs Ernst Huberty steht noch ein Fragezeichen, obwohl er als prämierter Publikums-Liebling gelten darf. „Kapitän“ dieses Teams ist Wolfhard Kuhlins (HR).

Für das ZDF: Dieter Kürten, Werner Schneider, Rolf Kramer, Harry Valerien, Oskar Wark, Eberhard Figgemeier, Günter-Peter Ploog, Michael Palme. Alfons Spiegel leitet diese ZDF-Mannschaft.

Die Frage ist: wer von diesen Reportern wird in den beiden Teams jeweils die Nummer eins sein? Meine Wahl wäre trotz einiger Vorbehalte: Rudi Michel für die ARD, Rolf Kramer für das ZDF. Sie sollten bei den wichtigsten Spielen das Mikrophon haben.