In der einen oder anderen prominenten SPD-Familie mag es am letzten Wochenende etwa so zugegangen sein:

„Liebling“, ruft die Gattin durchs ganze Haus, „wo hast Du Dich denn jetzt wieder versteckt?“

„Dort, wo mich seine Häscher mit ihren Fangnetzen nicht finden können“, dröhnt es dumpf aus dem Kleiderschrank.

„Bring bitte nicht wieder meine schönsten Kleider durcheinander“, meint sie beruhigt, „fühlst Du Dich da eigentlich wohl?“

„Immer noch wohler als in seinem Kabinett.“

„Armer, Guter. Was haben Sie bloß mit Dir gemacht. Hätte ich Dich doch nie in die höchste Partei-Hierarchie aufsteigen lassen! Das haben wir nun davon. Aber vielleicht sind sie gar nicht so scharf auf Dich, so ein großes Licht bist Du doch gar nicht“, wundert sie sich.

„Das traust Du Dich nur zu sagen, weil ich hier wehrlos im Schrank sitze. Sie sind jetzt auf jeden scharf, was glaubst Du wohl, warum Antje Huber so lange im Kabinett geblieben ist?“ hält er dagegen.