• Herr Hebbering, das vergangene Jahr war für die Warenhauskonzerne nicht gerade erfolgreich. Wie die Konkurrenten hat auch Horten an Umsatz eingebüßt. Wie ist das Geschäft in diesem Jahr bisher gelaufen?

Hebbering: Im Monat Januar haben wir erhebliche Umsatzeinbußen gehabt, die zum Teil wetter- aber auch konjunkturbedingt gewesen sind. In etwas abgeschwächter Form war es auch im Februar so. Im Monat März haben wir – zum Teil bedingt durch die Verschiebung der Karnevalstage – das erstemal ein sehr schönes Umsatzplus zu verzeichnen gehabt. Das setzt sich in etwa im April fort. Wir hoffen, auch wenn wir Ende April zwar noch ein kleines Minusergebnis haben werden, daß sich nun eine deutlich erkennbare Besserungstendenz zeigt.

  • Wo waren denn die auffälligsten Absatzzuwächse zu verzeichnen?

Hebbering: Besonders im Beireich Mode, vor allem – wen wundert es – bei den Damenmoden, die in diesem Frühjahr durch ihre besonders kräftigen, optimistischen Farben herausragen, aber auch bei Kinder- und in abgeschwächter Form bei Herrenkleidung. Zuwächse gab es auch in allen Bereichen, die mit Sport und Freizeit zu tun haben. Die Minuszahlen sind bei allen Artikelgruppen zu verzeichnen gewesen, bei denen größere Summen auszugeben sind wie Möbel, Elektrogroßgeräte, Pelze, Schmuck und Uhren. Hier schiebt der Kunde nicht unbedingt notwendige Ausgaben auf.

  • Nun eröffnen Sie diese Woche ein neues Warenhaus in Hamburg-Wandsbek. Es ist eines der letzten Warenhäuser, die in absehbarer Zeit überhaupt noch in der Bundesrepublik eröffnet werden. Betrachten Sie dieses Ereignis mit gemischten Gefühlen?

Hebbering: Nein, keineswegs, denn der Platz Wandsbek ist mit mehr als 350 000 Einwohnern in der Stadt Hamburg ein Standort, der für ein Warenhaus in dieser Größenordnung eine hervorragende Chance bietet. Um diesen Standort haben sich seit Jahren eine Reihe von Warenhausunternehmen intensiv bemüht, aber wir hatten die Nase vorn.

  • Wann ist ein Haus – wenn alles gut läuft – aus den roten Zahlen?