Der Autor des neuen Malediven-Führers, der Journalist und Taucher Norbert Schmidt, hat längere Zeit auf den Korallen-Atollen am Äquator gelebt. Gründlich und praxisnah ist darum der Pflichtteil mit Hotelangeboten, Adressen und Tips geraten. Darüberhinaus enthält

Richtig reisen – Malediven; DuMont-Verlag, Köln 1981, 208 Seiten, 24 Mark

aber auch Kapitel über das Schulwesen (Wie funktioniert so etwas eigentlich in einer Republik von 2000 winzigen Inselchen?), über den Alltag der Fischer, über Bootsausflüge auf eigene Faust.

Unprätentiös sagt der Autor, was es auf der Inselgruppe am Äquator im Überfluß gibt (schönes Wetter, traumhafte Strände, herrliches Wasser) und was man dort nicht erwarten darf (gute Hotels, gutes Essen, Nachtleben, kulturhistorische Sehenswürdigkeiten). Nur auf seinem Fachgebiet enttäuscht Taucher Schmidt: Erfahrene Unterwassersportler wünschen sich die Angaben zu den Tauchbasen bestimmt detaillierter. Trotzdem: Es gibt derzeit keinen besseren Reiseführer für dieses Ziel.

Das findet auch der Verhaltensforscher Irenäus Eibl-Eibesfeld, der in dem Buch

Die Malediven, Paradies im Indischen Ozean, Piper-Verlag, München, 1982, 324 Seiten, 68 Mark

empfehlend auf das DuMont-Handbuch hinweist. Der Konrad Lorenz-Schüler und Hans Hass-Freund war schon vor 25 Jahren auf den Malediven. Ein erfolgreiches Buch über diese Expedition („Im Reich der tausend Atolle“) ist seit langem vergriffen. Jetzt, wo die Deutschen wie selbstverständlich an die tropischen Riffs jenen, ist, so haben sich Autor und Verlag gedacht, Zeit für eine Neuerscheinung.