Aus dem Brief des Primas an die Bischöfe vom 8. April:

Den Gesellschaftsvertrag soll man nicht nur als einzigen Akt, sondern vor allem als einen gewissen Prozeß behandeln... Zum Ziel hat er die nationale Verständigung beziehungsweise eine Verhaltensübereinkunft zwischen der Staatsmacht und den gesellschaftlichen, für die Nation repräsentativen Gruppen. Man sollte sich bei der Verständigung über den Schlußakt des Vertrages nicht nur auf die Einigung über vorher vorgebrachte Themen begrenzen. Meines Erachtens enthält eine Verständigung den Begriff eines Modells des gemeinsamen Vaterlandes in seiner bestehenden Staatlichkeit. Letztlich geht es bei dem Zwist um die Substanz des Vaterlandes. Wir werden uns nicht um Benennungen streiten. Wir wollen uns über das Ideal eines solchen Vaterlandes einigen, das als Mutter aller Polen in rechtsstaatlicher, gerechter, demokratischer, toleranter Staatlichkeit organisiert wäre, mit Achtung vor der Vergangenheit und dem ganzen kulturellen Erbe und zugleich offen zur Zukunft und Freundschaft mit den Nationen, besonders mit den Nachbarn... Wir möchten, daß unsere Nation lebt.