Die Ausrüstung der Schlägertypen war noch die gleiche: Stahlruten, Schlagringe, Knüppel, Steine. Geändert hat sich der Name des geheimdienstlichen Auftraggebers: aus „Savak“ wurde „Savama“. Richtete sich vor fünfzehn Jahren beim Schah-Besuch in Berlin der Zorn der angereisten Prügelperser gegen die Kritiker der Pahlevis, so werden heute die Gegner des Ajatollah Chomeini terrorisiert. Was die 150 Schlägertypen, ausnahmslos alle ausweislos und alle Mohamed Moselman mit Namen, am Samstag nach ihrem „Sternmarsch“ auf Mainz in einem Studentenwohnheim angerichtet haben, sollte die Sicherheitsbehörden aufschrecken.

Warum dürfen ganze Schlägertrupps ungehindert einreisen und sich zum Landfriedensbruch zusammenrotten? Warum werden bekannte Agenten des Ajatollah nicht schärfer überwacht? Haben Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst geschlafen? Und warum äußert sich die Bundesregierung nicht zu den mit Akten untermauerten Vorwürfen, die iranische Botschaft decke die Täter? Müßte Bonn nicht endlich ein Exempel statuieren? Oder drücken die Behörden in persischen Angelegenheiten beide Augen zu, um ja nicht deutsche Wirtschaftsinteressen im Iran zu gefährden? kj.