Aus dem Thesenpapier des „Sozialrates des Primas“ vom 5. April:

Gegenstand des Gesellschaftsvertrages oder der einzelnen Vereinbarungen, die zu diesem Vertrag beitragen, sollen die Bedingungen, der Modus und der Termin für eine Reaktivierung glaubhafter Gewerkschaften und anderer Organisationen sein; die Bedingungen, der Modus und Termin für die Beseitigung der Restriktionen des Kriegszustandes und für die Wiederherstellung der Bürgerrechte, einige wichtige Gesetzgebungsvorschläge sowie ein allgemeines Reformprogramm ... Voraussetzung ist: Die Staatsmacht muß anerkennen, daß es ohne Dialog mit der Gesellschaft und eine Übereinkunft mit ihr über wesentliche Fragen keinen Ausweg aus der Krise gibt. Eine unerläßliche Voraussetzung für die innere Stabilisierung ist auf der anderen Seite das Verständnis der Gesellschaft für die Bedürfnisse des Regimes und seine Verpflichtung gegenüber bestehenden internationalen Verträgen ... Keine Staatsmacht in Polen hätte eine unbegrenzte Freiheit, die Probleme zu lösen, auch nicht die gegenwärtige Regierung. Dies muß der Gesellschaft Besonnenheit und Maß diktieren ... Solidarność unternahm Anstrengungen, um ihre Aktivität selbst zu begrenzen ... Diese waren jedoch offenkundig nicht ausreichend...