Einstimmig hat der Aufsichtsrat der Hamburgischen Electricitäts-Werke AG (HEW) beschlossen, der diesjährigen Hauptversammlung die Erhöhung der Dividende von 3,50 auf 5 Mark vorzuschlagen. Dagegen wettert der CDU-Oppositionsführer in der Hamburger Bürgerschaft, Hartmut Perschau. Die CDU würde, falls sie die Bürgerschaftswahlen am 6. Juni gewinnen würde, dafür sorgen, daß die Stadt – sie besitzt knapp 75 Prozent der HEW-Aktien – diesen Vorschlag ablehnt.

Perschau ärgert sich über die letzten, von der CDU abgelehnten Strompreiserhöhungen. Er argwöhnt auch, daß die zehn Millionen, die der Großaktionär mehr erhält, einen Teil jener Verluste abdecken sollen, die der Senat über seine Stadtentwicklungsgesellschaft im Iran erlitten hat.

Daß die Dividendenerhöhung indessen dringend notwendig ist, um die HEW-Aktie wieder attraktiver zu machen, geht Perschau vollständig ab. Die HEW wird möglicherweise schon nächstes Jahr ihr Kapital erhöhen müssen. Das wird zu wirtschaftlich vernünftigen Bedingungen nur möglich sein, wenn der Kurs der Aktie eine entsprechende Höhe erreicht hat. Der Oppositionsführer sollte beim Bürgermeisterkandidaten Leisler Kiep Unterricht nehmen. Der versteht nämlich etwas von der Börse. K. W.