Die Electronic 2000 Vertriebs-AG, München, ein Distributor von elektronischen Bauelementen, bietet zur Zeit 50 Prozent ihres 3,5 Millionen Mark betragenden Aktienkapitals zur Zeichnung an. 1,25 Millionen stammen aus dem Besitz der bisherigen Alleineigentümer Wolf, 0,5 Millionen Mark aus einer Kapitalerhöhung von 3 auf 3,5 Millionen Mark. Der Verkaufspreis für eine Aktie im Nennwert von 50 Mark ist auf 250 Mark festgesetzt worden. Diese beachtliche Höhe wird untermauert durch die Ankündigung einer Bardividende von 20 Mark für das Geschäftsjahr 1982. Bemerkenswert ist, daß Umsatz und Ertrag 1981 zum erstenmal seit mehreren Jahren rückläufig waren. Der Jahresüberschuß sogar um 26 Prozent. Für 1982 wird mit einer „deutlichen“ Geschäftsbelebung noch nicht gerechnet. Auf einer Pressekonferenz wehrten sich die bisherigen Alleininhaber gegen den Verdacht, „Kasse machen zu wollen“. Man will mit der Umgründung in eine Aktiengesellschaft und deren Börseneinführung vielmehr die Voraussetzung für eine weitere Expansion schaffen. Zunächst werden die Aktien im sogenannten Telephonverkehr der Börsen in Hamburg und München gehandelt werden. Die Einführung in den amtlichen Handel wird beantragt. Das Konsortium besteht aus PM Portfolio Management GmbH, München, der Bank Robert Meyerding, Hamburg, und der Rothschild Bank AG, Zürich.

Für Frauen billiger

Einige Lebensversicherungsgesellschaften reduzieren seit einiger Zeit ihre Prämien wegen der höheren Lebenserwartung für Frauen, in dem sie Frauen um drei Jahre „jünger“ machen als gleichaltrige Männer. Nunmehr hat das Bundesaufsichtsamt für das Versicherungswesen die Einführung einer besonderen Sterbetafel genehmigt, die dem Umstand der höheren Lebenserwartung für Frauen Rechnung trägt. Dadurch ergeben sich für Frauen weitere Beitragssenkungen. Bei einer gemischten Versicherung auf den Todes- und Erlebensfall mit einer Laufzeit von 30 Jahren ist der Beitrag für eine 30jährige Frau künftig um 3 Prozent niedriger als für einen gleichaltrigen Mann. Für eine reine Risikolebensversicherung, bei der die Versicherungssumme nur im Todesfall gezahlt wird, liegt der neue Frauenbeitrag bei zehnjähriger Laufzeit und einem Eintrittsalter von dreißig und mehr Jahren um 11 Prozent unter dem Männerbeitrag.

Krüger-Rand ohne Mehrwertsteuer

Landesbanken und Sparkassen bieten die Abwicklung des mehrwertsteuerfreien Krüger-Rand-Erwerte im Ausland über die Creditanstalt-Bankverein, Filiale Salzburg/Osterreich, an. Es muß der Gegenwert von mindestens drei Krüger-Rand-Goldmünzen (je eine Unze) eingezahlt werden. Dafür liefert die Creditanstalt-Bankverein eine Bestätigung, daß die entsprechende Menge an Krüger-Rand-Münzen bei ihr für den Käufer hinterlegt worden ist. Kosten: pro Krüger-Rand eine Anlegergebühr von 10 Mark und 1,50 Mark für die Aufbewahrung. Die Auslieferung erfolgt spesenfrei. Erst bei der Einfuhr in die Bundesrepublik müssen die Münzen verzollt werden.

Aus den USAtelephonieren

Die in Bad Homburg erscheinende USA-Immobilien-Analyse macht darauf aufmerksam, daß auch in den USA das nächtliche Telephonieren billiger ist als am Tage. Der Nachttarif (oft von 17 Uhr bis 7 Uhr US-Zeit) und der Sonntagstarif nach Deutschland kosten 3,15 Dollar für die ersten 3 Minuten – im Gegensatz zu 4,05 Dollar am Tage. Das gilt aber nur für Selbstwählgespräche. Die Verlängerungsminute kostet 1,05 bzw. 1,35 Dollar. Hotels dürfen keine Aufschläge auf die Tarife der Telephongesellschaften erheben. Da jedoch wegen der Gebührenauskunft in der Regel der „Operator“ eingeschaltet werden muß, greift der höhere Tarif für handvermittelte Gespräche oder Gespräche mit Gebührenansage. Er kostet die ersten 3 Minuten 5,40 Dollar (nachts) und 7,05 Dollar (am Tage). Die Verlängerung kostet ebenfalls 1,05 bzw. 1,35 Dollar.