Am kommenden Wochenende wird auf der Rennstrecke von Hockenheim der „Große Preis von Deutschland“ ausgetragen. Es starten Wagen der Formel I, die einen Rundendurchschnitt von 220 Kilometer pro Stunde fahren werden. Nach Unfällen in den vorangegangenen Rennen wurde bundesweit das Für und Wider solcher Raserei diskutiert. Künftig wollen unsere Fernsehanstalten Formel-I-Rennen nicht mehr übertragen, obwohl seit jeher Automobilrennen die Massen fasziniert haben. Es starten in Hockenheim unter anderen: Nelson Piquet aus Brasilien, Niki Lauda aus Österreich, die möglichen Favoriten Alain Prost und René Arnoux aus Frankreich und zwei deutsche Teilnehmer: Jochen Mass und Manfred Winkelhock.

Formel I: Die „Königsklasse“ im Automobilrennsport. Die Motoren haben einen Hubraum von 3 Litern (Turbomotoren 1,5 Liter); Drehzahl pro Minute bis zu 12 000; sie leisten bis zu 600 PS; die Höchstgeschwindigkeit zum Beispiel eines Renault-Formel-I-Rennwagens: rund 330 Kilometer pro Stunde; Benzinverbrauch 50 bis 70 Liter Super für 100 Kilometer. Mindestgewicht des Autos: 585 Kilogramm, leichter als ein VW Polo.

Formel II: Die Autos ähneln denen der Formel I. Doch ist der Hubraum der Motoren auf zwei Liter begrenzt. Entsprechend sind Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit geringer.

Großer Preis: 1982 werden in Europa und Übersee insgesamt 16 „Große Preise“ ausgetragen. (Für 1983 ist als weiterer Austragungsort Moskau im Gespräch.) Rund 30 Fahrer beteiligen sich an diesen Rennen. Punktgutschriften für die Plätze eins bis sechs ergeben nach Ende der Saison den neuen Weltmeister.

Hockenheim bei Ludwigshafen: ein 6,7 Kilometer langer Rundkurs. Hier wurden im letzten Jahr Durchschnittsgeschwindigkeiten bis zu 227 Kilometer pro Stunde gemessen.