Der Pharmakonzern gab sich edel: "Die Entscheidung von EU Lilly and Company, den Vertrieb von Benoxaprofen einzustellen, setzt die Firmentradition, die Belange von Arzt und Patient in den Mittelpunkt der Bemühungen zu stellen, fort", schrieb er am vorigen Donnerstag per Telex an alle Zeitungen. In Wahrheit entschloß sich die Firma zu dieser längst überfälligen Maßnahme erst, als ihr die britische Kommission für Arzneimittelsicherheit den weiteren Verkauf dieses Rheumapräparats im Vereinigten Königreich zunächst für die Dauer von drei Monaten untersagt hatte. Daß nunmehr auch die Gesundheitshüter anderer Länder Benoxaprofen vom Handel verbannen würden, war nur noch eine Frage von Tagen.