Auf der „Norway“ gab es Probleme. Erst fiel auf offener See der Strom ein paarmal aus, dann brannte es lichterloh. Irgend etwas störte die Träume auf dem Traumschiff.

So holte, wie das britische Touristikfachblatt TTG erkundete, ein Mitglied der Mannschaft, dem es langsam unheimlich wurde, bei einem Zwischenaufenthalt in Kalifornien den Rat eines Spiritisten ein. Für den Geisterseher war die Sache – nach kurzem Kontakt mit den okkulten Mächten – klar: Sein Besucher habe Probleme mit einem Schiff, einem großen Schiff, erkannte er sofort, und es hinge mit einer Kapelle zusammen. Diese sei zweckentfremdet – was die Geister natürlich verletze.

Ein Blick in die Baupläne des Schiffs ließ den Seemann die Lösung des Orakelspruchs erkennen: Vor ihrem Umbau zur „Norway“ besaß die ehemalige „France“ eine kleine Kapelle, die jetzt als Abstellraum benutzt wurde.

Was also tun? Den Raum in seiner ursprünglichen Funktion wiederherstellen? Oder das ganze Schiff exorzieren, wie es ein Sprecher der norwegischen Reederei vorschlug?

Keins von beidem. Man lasse den erzürnten Geist nur machen. Erhöht es nicht letztlich die Attraktivität des Kreuzers? Wer zahlte außerdem nicht gern noch einen kleinen Aufpreis für so einen veritablen Spuk? Und ganz ohne Zwang und Krampf wird eine dösige Kreuzfahrt zum Abenteuerurlaub. be