Fahrchipel: 600 Inseln am Great Barrier Reef sind den Australiern nicht genug. Sie wollen die Inselgruppe bis 1985 um fünf künstliche Eilande bereichern. Dabei will man anscheinend auch den Formenreichtum der Natur übertreffen – durch ein Design, das die herkömmliche Fasson insularer Klippen und Strände radikal beseitigt. Sechseckig, zweistöckig und fahrbar werden die kühnen Konstruktionen sein, die als Unterwasser-Beobachtungsstation oder als Glasboden-Schwimmbad genutzt werden sollen.

Polyglott: Pfälzer und Bayern, Kärntner und Tiroler – sie alle sprechen eine eigene Sprache, die jeweils auch in viele Mundarten zerfällt. Gemeinsam sind die Hochdeutsch-Dissidenten stark: Beim 7. Bayerischen Mundarttag (14, bis 17. Oktober) in Deggendorf proben sie den Aufstand gegen die Zwänge des Duden und „preißische“ Sprach-Gängelei. Mundartpoeten aus den verschiedensten Regionen werden in Grundsatzreferaten und Dichterlesungen dafür plädieren, daß ein jeder immer und überall so rede, wie es sein Idiom gebietet. Auskünfte: Städtisches Verkehrsamt, 8360 Deggendorf, Oberer Stadtplatz, Tel,: (09 91) 38 01 69.

Schwitzkasten; Bauernbrot und Rosinenstuten kommen im Münsterländer Städtchen Vreden frisch aus dem Steinofen in einem alten Bauernhaus. Dort lernen Hobby-Bäcker in einem viertägigen Kurs nicht nur traditionelles Kneten und Backen. Auf dem Lehrplan steht auch Unterricht in der Kunst des Ofen-Heizens. Bei schönem Wetter wird die schweißtreibende Wissenschaft auf der grünen Wiese geübt: an einem freiluftgekühlten Backofen. Auskünfte: Verkehrsverband Grünes Band, Altes Rathaus, 4430 Steinfurt, Tel.: (0 25 51) 50 99.

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Baby-Boom: Zu seinen Namensvettern verspürt Helmut Storch eine besondere Affinität, Seit zwanzig Jahren betreut er die Storchenhorste im Kreis Verden in der Lüneburger Heide. Adebars wissen die Pflege des „Storchenvaters“ zu schätzen: Rund zwanzig Vogelpaare nisten jeden Sommer im Verdener Landkreis. Deren Nachwuchs hilft Herr Storch routiniert auf die Beine, er hat immerhin schon 750 Storchenkinder großgezogen.

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Paradies komplett: Neuseeland ist eines der wenigen Länder, das ganz ohne dem Menschen gefährliche Tiere ist. Selbst die in Australien verbreiteten Schlangen finden sich auf der westlich gelegenen Doppelinsel nicht, Seit kurzem hat Neuseeland aber auch eine Schlange, sie reiste mit der Hollywood-Eva Bo Derek ein. Das Reptil wird für einen Film benötigt. Neuseelands Regierung erteilte eine Ausnahme-Importlizenz, verbunden mit der Auflage, daß es sich um ein männliches Tier handeln müsse. Der Kiwi-Staat will nämlich weiterhin schlangenfrei bleiben.