Durch das Abkommen zur Beschränkung der europäischen Stahlexporte in die USA, das die EG-Kommission mit der amerikanischen Regierung ausgehandelt hat, soll der Anteil der europäischen Industrie am amerikanischen Stahlmarkt von 6,3 Prozent im Jahr 1981 auf knapp 5,8 Prozent reduziert werden. Betroffen sind elf Stahlerzeuenisse: warm und kalt gewalzte Bleche, Grobstahl, Betonstahl, Walzdraht, warmgewalzter Stabstahl, verzinkte Bleche, Weißblech, Schienen, rostfreie Bleche und rostfreier Grobstahl. Diese Erzeugnisse umfassen etwa achtzig Prozent der Stahlexporte aus der EG nach den USA. Für Röhren, deren Einbeziehung von Washington gefordert worden war, wurden lediglich spätere Konsultationen verabredet.

Für die Ausfuhr der genannten Erzeugnisse werden bis Ende 1985 besondere Exportlizenzen erforderlich sein. Bis dahin sollen die jetzt noch nach dem Stahlkrisenplan der EG möglichen staatlichen Beihilfen zur Restrukturierung und Modernisierung endgültig auslaufen. Die US-Regierung hat sich in dem Abkommen verpflichtet, die laufenden Verfahren wegen unerlaubter Subventionen gegen die europäische Stahlindustrie einzustellen. Ebenso würden die zu Beginn dieser Woche erwarteten vorläufigen Entscheidung gen in den Anti-Dumping-Untersuchungen nicht weiter verfolgt. Voraussetzung hierfür ist, daß die US-Stahlindustrie ihre Klagen zurückzieht.