Das Tourismus-Gewerbe hat sich, wie andere Branchen auch, einen eigenen Fachjargon zugelegt – Begriffe, mit denen der Reisekunde konfrontiert ist, die er aber nicht immer versteht. Was hinter solchen Fachausdrücken steht und welche Bedeutung sie für den Touristen haben, soll eine neue Reihe erklären, die fortan unter dem Markenzeichen „Das Reise-Stichwort“ in unregelmäßiger Folge an dieser Stelle erscheinen wird.

Und hier“, sagt der Mann vom Reisebüro, als er dem Kunden Flugscheine und Reiseunterlagen aushändigte, „hier sind ihre Vouchers – Hotelvoucher, Reservierungsvoucher für den Mietwagen, Voucher für die Überfahrt mit der Fähre.“

„Das ist mein was?“ fragt der Kunde verblüfft. „Ihre Quittungsnachweise, daß Sie bei uns bezahlt haben und daß die Hotelabrechnung über uns läuft. Das hier, der Reservierungsvoucher, ist die Bestätigung für die Mietwagenbestellung, und der Voucher für die Fähre ist Ihr Gutschein für die Überfahrt.“

Wer seinen Hotelaufenthalt, die Flugtickets, die Eisenbahn- oder Schiffskarte in der Bundesrepublik beim Reisebüro bezahlt, bekommt einen Voucher. Das ist praktisch ein Gutschein, gegen dessen Vorlage der Reisende dann die bezahlte Leistung erhält. Die Vertragspartner des Veranstalters oder der Reisebüros haben eine Kopie, auf der der Wert, die bezahlte Summe, eingetragen ist. Alle Abrechnungen laufen nun zwischen Leistungsträger und dem Aussteller des Vouchers. Der Voucher für den Leihwagen ist allerdings nur die Reservierungsbestätigung. Hier muß der Kunde bei der Rückgabe des Autos selber abrechnen. In den anderen Fällen sind die Leistungen bezahlt.