Es ist fraglich geworden, ob die Vereinigten Staaten die für Januar nächsten Jahres vorgesehenen Tests mit der neuen MX-Interkontinentalrakete bei den Marshall-Inseln werden durchführen können. Die 33 000 Eingeborenen, die die Inselkette im Pazifik bewohnen, sind darüber uneins, ob der auslaufende Nutzungsvertrag mit den USA über das Raketen-Schießgelände auf dem Kwajalein-Atoll verlängert werden soll. Schon seit Mitte Juni haben sich etwa 1000 von ihnen auf dem Atoll niedergelassen, um den Schießplatz zu blockieren. Doch der Streit ist kaum von grundsätzlicher Natur: Den Marshall-Insulanern geht es nur darum, von Amerika künftig 16 statt bisher nur fünf Millionen Dollar Jahrespacht für das Gelände zu bekommen.

Erster Schritt

Salvador Jorge Blanco, Präsident der Dominikanischen Republik, hat gleich zu Beginn seiner Amtszeit Stärke und Entschlossenheit demonstriert. Bei der ersten Kabinettssitzung bat er höflich, aber bestimmt Generalleutnant Matos Gonzales, Minister für die Streitkräfte, den Raum zu verlassen, „um das Prinzip der Nichteinmischung in die Politik und der Überparteilichkeit der Streitkräfte aufrechtzuerhalten“. Bislang war das Militär immer dabei, im Kabinett und auf allen Dienstreisen des Präsidenten. Härte muß Jorge Blanco allerdings auch besitzen, die Wirtschaftslage zwingt zu unpopulären Sparmaßnahmen, und als eine der ersten Maßnahmen hat der Präsident sein Gehalt gekürzt.