Wenn sich mit den ersten Herbstnebeln Feuchtigkeit auf die sommertrockenen Waidböden legt, verheißt ein kräftiger Modergeruch alsbald FeinschmeckerVergnügen. Wie weiland ihre Urahnen kriechen die Deutschen dann durch das Unterholz, die Nase am Boden, ein Messer in der Faust auf der Jagd nach Steinpilz und Pfifferling.

""Vstbayern mit dem Bayerischen VvWald ist das Pilzparadies schlechthin. In den ausgedehnten Waldgebieten gibt es sogar noch ausreichend Pfifferlinge. Besondere Vorschriften für Pilzsammler gibt es keine, Pilzwanderungen werden in Bischofsmais Habischrie einmal wöchentlich durchgeführt, ebenso in Bogen, Lohberg und Neunburg vorm Wald.

Oberbayern Fans finden Steinpilze, Rotkappen, Schöpflinge, Reizker und Täublinge in den Wäldern des Chiemgaus wie im Alpenvorland zwischen Wolfratshausen und Tölz, zwischen Murnau und dem Hohenpeißenberg und in den Wäldern um Wessobrunn, dessen berühmtes Kloster auch noch zu einer kulturellen Exkursion einlädt. Pilzberater sind hier die einheimischen Gastwirte oder auch der Herr Apotheker.

Fischen im Allgäu ist Ausgangspunkt für Pilzwanderungen in diesem wald- und pilzreichen Gebiet.

Die Wirtsleute sind die besten Pilzberater und bereiten dem Gast auch gerne seine Mahlzeit aus der eigenen Beute.

Franken mit seinen ausgedehnten Laub- und Nadelwäldern bietet Pilzwarderungen über seine Volkshochschulen an. Im Steigerwald gibt es besonders schöne Steinpilze und Pfifferlinge - auch der Wiesenchampignon ist hier gut vertreten.

In Naila wachsen Maronen, Steinpilze, Pfifferlinge und Perlpilze.