Die Verschuldung von Bund, Ländern und Gemeinden hat sich seit 1970 mehr als vervierfacht. Das Tempo der Staatsverschuldung hat in den letzten Jahren dabei noch zugenommen. Ursachen dafür sind allerdings nicht gestiegene Leistungen der öffentlichen Hände, sondern vor allem die gestiegenen Kosten. So kletterten die Personalaufwendungen, die Energiepreise und andere Sachkosten, vor allem die Kosten für Sachinvestitionen. Zum starken Ausgabenanstieg trugen auch die Zinsausgaben bei. Allein beim Bund haben sie sich von 1973 bis 1983 verachtfacht. Mit einer Höhe von knapp 27 Milliarden Mark werden sie im Bundeshaushalt 1983 den drittgrößten Etatposten einnehmen – nach den Aussagen für Soziales und Verteidigung. Ein Blick über die Grenzen freilich zeigt: Im Pro-Kopf-Vergleich steht die Bundesrepublik unter den Industrieländern noch günstig da.