Verbraucher können aufatmen. Der Preisauftrieb in der Bundesrepublik schwächt sich allem Anschein nach weiter ab. In Nordrhein-Westfalen und in Baden-Württemberg verteuerte sich der Warenkorb nach ersten Berechnungen der Statistischen Landesämter nur noch um jeweils fünf Prozent. Im August lag die Teuerungsrate noch bei 5,2, im Juli bei 5,5 Prozent.

Kaum zu glauben in der Zeit des Überflusses: Der Verband der Deutschen Brot- und Backwarenindustrie macht sich Sorgen um das tägliche Roggenbrot, da die Belieferung mit hochwertigem Roggen gefährdet sei. Seit 1978 ist die Anbaufläche für dieses Getreide in der Bundesrepublik um 35 Prozent zurückgegangen.

Insgesamt setzte die Brot- und Backwarenindustrie im vergangenen Jahr drei Milliarden Mark um, fünf Prozent mehr als 1980. Der Zuwachs ist lediglich auf Preissteigerungen zurückzuführen, der Absatz stagniert. Industrielle Hersteller haben inzwischen dreißig Prozent des Marktes erobert, in Ballungsgebieten stammen sogar mehr als fünfzig Prozent der Brot- und Backwaren aus sogenannten Backstraßen.

Daß bundesdeutsche Urlauber im Ausland doch recht ausgebefreudig waren, ist an der deutschen Leistungsbilanz abzulesen. Im August hat sich das Defizit auf 3,2 Milliarden Mark vergrößert, im Juli waren es 1,8 Milliarden. Werden die Urlaubsreisedevisen abgerechnet, "war der Leistungsverkehr der Bundesrepublik mit dem Ausland praktisch ausgeglichen", betont das Statistische Bundesamt.

Mit plus 2,7 Milliarden Mark schloß im August der Außenhandel ab. Der Wert der Exporte betrug 30,7 Milliarden Mark, ihm standen Importe von 28 Milliarden Mark gegenüber. Ho