Wenn man der Bevölkerung Opfer abverlange, müsse man bei sich selbst beginnen, verkündete der neue Bundeskanzler Helmut Kohl. Das Kabinett beschloß eine fünfprozentige Kürzung der Bezüge aller Regierungsmitglieder. Sie haben nun statt 17 000 Mark nur noch 16 150 Mark im Monat.

Billiger wird die Regierung Kohl dennoch nicht. Denn im neuen Kabinett sitzen vier Parlamentarische Staatssekretäre mehr als zuvor bei Schmidt. Rechnet man die Einsparung durch die Gehaltskürzung – rund 400 000 Mark im Jahr – gegen die Mehrkosten für vier Staatssekretäre – rund 650 000 Mark – auf, dann kostet das Kabinett trotz Kürzung der Amtsbezüge tatsächlich etwa 250 000 Mark mehr als zuvor.

Dabei wird es natürlich nicht bleiben. Vier neue Dienstwagen und sonstiges Zubehör machen die neue Mannschaft noch teurer. Eine gute Regierung hat eben ihren Preis. hff