Noch schenkt die Sonne Sommerwärme, da träumen Skifahrer schon wieder von gut durchgefrorenem Pulverschnee und leeren Vorsaison-Pisten. Wo überall gibt’s Frühski-Wochen?

Eine Schneegarantie wollen weder Meteorologen, Fremdenverkehrsdirektoren noch Hotelwirte geben. Aber sie verweisen auf die Erfahrungen der letzten Jahre: Da war es bereits Ende November in vielen Skiorten der Schweiz, und liens, Österreichs, Frankreichs und der Bundesrepublik möglich, die ersten Schwünge in den jungfräulichen Schnee zu ziehen. Und so preisen sie wieder mit Schnupperpreisen und Spezialwochen, mit Wedelkursen und Ski-Festwochen.

So wie zum Beispiel in Laax, St. Moritz, Davos, Silvaplana, Haute Nendaz und Zweisimmen in der Schweiz. Die klassischen eidgenössischen Wintersportorte offeneren Frühski-Wochen bereits im November beziehungsweise Anfang Dezember. In Haute Nendaz beispielsweise kostet eine Woche Halbpension in einem Hotel zwischen 510 und 620 Franken; im Preis enthalten sind sechs Tage Skischule, sieben Tage Liftabonnement und ein Fondueabend (vom 13. November an). Für eine Skiwoche in Zweisimmen im Berner Oberland sind von 365 bis 530 Franken zu berappen, inklusive Halbpension, sechs Tage Skiabonnement und drei Halbtags-Skilektionen.

"Österreich, das Land, in dem der Winter stattfindet", wie die Werbung selbstbewußt verkündet, hat mit November/Dezember-Angeboten für Früh-Brettlnarren ebenfalls keine Probleme. In Vorarlberg sind Damuels, Gargellen, Zürs, Lech am Arlberg diejenigen Orte, in denen es erfahrungsgemäß am ersten schneit. In Tirol beanspruchen Frau Holles ersten Segen St. Anton und St. Christoph, Serfaus, Ischgl im Paznauntal, Sölden und Obergurgl (Ötztal), Neustift im Stubaital sowie Hintertux und Lanersbach im Tuxertal. Hier kostet zum Beispiel eine Schneewoche im Gasthof "Berghof" 2300 Schilling (Halbpension) in der Zeit vom 20. November bis 18. Dezember.

Im Salzburgerland verweisen zwei Orte auf ihre von der Natur begünstigte Schneelage: Kaprun und Obertauern. Kärnten nennt Nassfeld in der Karnischen Skiregion und die Turracher Höhe/Ebene Reichenau.

Südtirol, in den letzten Jahren weder von Schneefällen noch von steigenden Touristenzahlen allzu sehr verwöhnt, startet die Skisaison ebenfalls bereits im November und zwar in Karthaus, Unser Frau, Vernagt am See, Kurzras und Katharinenberg (alle Schnalstal). In der ersten Dezemberwoche folgen dann Bruneck/Reischach, St. Vigil, Enneberg und Olang. Ebenso die Skigebiete Obereggen, Wolkenstein im Grödnertal und Sulden. Preiswert ist hier das Angebot von Obereggen (4. bis 18. Dezember); eine Skitrainingswoche kostet je nach Hotelkategorie zwischen 217 000 und 356 000 Lire, enthalten sind Halbpension, Skipaß und -schule.

Das benachbarte Trentino (die autonome Provinz Trient) erwartet den ersten Schnee im Fassatal (Alba, Kanazei, Karerpaß), in Andalo, Cavalese, am Lavazejoch (Fleimstal) und auf den Hochflächen von Folgaria und Lavarone.