Von Karl Hoche

Buch: an einer Längsseite zusammengeklebte gleich große Stücke Papier, welches in der Regel beidseitig bedruckt war. Seit Gensfleisch, genannt Gutenberg, mit beweglichen Lettern, später dann mit beweglichen Autoren. Inhalt beliebig. Gegen Ende zunehmend Sachthemen, häufigaber auch Klagen über Emotionelles (-> neue Weinerlichkeit, Verständigungsliteratur, Suhrkamp-Kultur), das heute mit Sedativen geregelt werden kann, was zu einem Verschwinden der -> Belletristik führte. Nach Fertigstellen des Buches konnte dessen Inhalt nicht mehr geändert werden, wodurch viele Autoren frühzeitig gelöscht wurden, da man ihnen das Befolgen literarischer Moden nachweisen konnte.

Geschichte der Buchmesse

1464: erster Nachweis über Handel mit Büchern auf der Frankfurter Messe. Die "Druckverleger" (Gutenberg druckte Auflagen zwischen 150 und 200 Exemplaren) boten sie zunächst selber an. Später schickten sie reisenden Vertreter, die "Buchführer", auf die Märkte.

Wegrationalisiert: die direkte Verkaufstätigkeit des Verlegers.

1542: Papst Paul IV. stellt den ersten -> "Index librorum prohibitorum" (Verzeichnis der verbotenen Bücher) zusammen.

Wegrationalisiert: die eigene Meinungsbildung für Katholiken.