Die Japanische Fremdenverkehrszentrale will ausländischen Besuchern jetzt verstärkt "alle Wege ebnen". Bereits vorhandene touristische Einrichtungen werden verbessert, neue sind hinzugekommen.

Rund 40 000 Deutsche reisten 1981 ins ferne Japan und trugen so ihr Scherflein bei zu einer erheblichen touristischen Zuwachsrate, die Nippon im vergangenen Jahr rund 20 Prozent mehr Gäste bescherte. Um der stetig wachsenden Besucherzahl gerecht zu werden, hat die japanische Fremdenverkehrsorganisation verschiedene Programme ausgearbeitet, beispielsweise die Einrichtung "Good Will Guides". Die derzeit über 3000 Männer und Frauen, die als Merkmal ihrer ehrenamtlichen Arbeit eine Anstecknadel (blauer Grund mit weißer Taube) am Revers tragen, helfen unter anderem bei Verständigungsproblemen.

Auch ein erweitertes Informationssystem wird neben den "Tourist Information Centers" (Tokio und Kyoto) ausländischen Besuchern hilfloses Herumsuchen ersparen: zusätzliche Auskunftsbüros, mit einem "i" gekennzeichnet, in Reiseagenturen, Bahnhöfen und städtischen Gebäuden.

Das "Japan Travel Phone", über das man einen (englischsprechenden) Reiseexperten der Fremdenverkehrszentrale um Auskünfte bitte kann, gibt es bereits seit April dieses Jahres. Gebührenfrei ist der Telefon-Service – außer in Tokio und Kyoto – in allen Teilen Japans.

Das wohl größte Hindernis, die Sprachschwierigkeiten, soll ein "Touristen-Handbuch" überwinden helfen. Es enthält eine Auswahl von Fragen und Antworten in japanisch und englisch, die die Verständigung mit englischunkundigen Japanern erleichtern.

Nicht nur für Besucher indes, sondern auch für die Gastgeber hält die Fremdenverkehrszentrale Tips und Informationen bereit. Dem Personal kleiner, preiswerter Hotels und Restaurants werden "Seminare für die verstärkte Ausrichtung auf den ausländischen Besucher" angeboten.

Touristen, die Japan nicht nur vom Hotel aus erleben wollen, steht das "Home Visit System" zur Verfügung. Es soll, im Kreise einer japanischen Familie, Besuchern die Möglichkeit geben, ihr Gastland intensiver kennenzulernen und damit besser zu verstehen. Auch diese Einrichtung wird auf Landesebene ausgedehnt werden. Auskünfte über das (kostenlose) Programm wie auch über die anderen genannten Punkte erteilt die Japanische Fremdenverkehrszentrale, Biebergasse 6–10, 6000 Frankfurt. Brigitte Wolter