Zinsen im Wettbewerb

Während einige Banken und Sparkassen ihre Zinssätze für Spareinlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist auf 4,5 Prozent zurückgenommen haben, werden von Spezialinstituten noch Sätze von 6 und 6,5 Prozent geboten. So zahlt die KKB Bank 6,5 Prozent, übrigens den gleichen Satz auch für Einlagen mit einjähriger Kündigungsfrist. Die Kreiss Bank in Hamburg bietet für Einlagen mit gesetzlicher Kündigungsfrist sechs Prozent, mit einjähriger Kündigungsfrist aber schon 6,5. Interessant sind bei der KKB Bank Sparbriefe mit einer Laufzeit von vier Jahren. Denn sie bringen 8,75 Prozent jährlich. Die Kreiss Bank zahlt für Festgeld (zwölf Monate) 7,75 Prozent.

Steuern sparen in Berlin

Die Weberbank KG a. A., Berlin, bietet Refinanzierungen für sogenannte Berlin-Darlehen an. Wer nach dem Berlin-Förderungsgesetz § 17 Abs. 2 Ziffer 1 Darlehen zur Verfügung stellt, kann 20 Prozent der Summe sofort von der Einkommensteuer und Kirchensteuer abziehen, und zwar bis zu 50 Prozent der jeweiligen Steuerschuld. Diese Berlin-Darlehen werden zur Zeit mit 7,25 Prozent jährlich verzinst. Die Laufzeit beträgt 25 Jahre. Das Darlehen wird gleichbleibend mit vier Prozent getilgt. Dadurch ergibt sich eine Gesamtrendite auf das Eigenkapital von 11,97 Prozent jährlich. Nach fünf Jahren sind 75 Prozent des Darlehens wieder an den Zeichner zurückgeflossen. Die Weberbank finanziert die Darlehen bis zu 70 Prozent. Da die Kreditkosten abzugsfähige Werbungskosten sind, lassen sich auf diese Weise weitere steuerliche Vorteile erreichen. Gleichzeitig wird das Eigenkapital geschont.

Hoffnung für den Global-Kurs?

In den letzten Tagen ist der Kurs von Global Natural Resources PLC, ein Unternehmen der früheren lOS-Gruppe, deutlich gestiegen. Im Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen über die Neubesetzung der Verwaltung (ZEIT Nr. 33 "Teures Liebes werben um Global-Aktionäre") war er zeitweise unter 20 Mark gefallen. Zum zweiten Mal hatte sich auf einer Jahreshauptversammlung die Opposition nach einem kostspieligen Machtkampf nicht durchsetzen können. Immerhin gelang es ihr aber, den einzigen deutschen Vertreter im Global-Board, nämlich Gerold Bezzenberger, Vizepräsident der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz, abwählen und durch einen Vertreter ihrer Gruppe ersetzen zu lassen. Michael L. Tarnopol, einer der Sprecher der Opposition, hatte schon vor der Hauptversammlung verkündet, daß seine Gruppe im Falle einer Abstimmungsniederlage die niedrigen Kurse zum Kauf von Global-Aktien nutzen werde, um im kommenden Jahr dann endgültig die Global-Führung übernehmen zu können. Darauf hoffen jetzt die vielen deutschen Global-Aktionäre, soweit sie auf Kurse warten, die ihnen ein Aussteigen mit Gewinn erlauben würden.

Kein Aus für Riebeck-Spekulanten

Die Aktien der A. Riebeck’sche Montanwerke AG in Liquidation, die zuletzt am 2. September 1982 amtlich gehandelt worden sind, sollen jetzt zum Handel im ungeregelten Freiverkehr zugelassen werden. Damit haben sich jene Riebeck-Aktionäre durchgesetzt, die eine Löschung der Gesellschaft aus dem Handelsregister verhindern wollen.