Im Durchschnitt sind die Preise in der Bundesrepublik im September zwar nur noch um 4,9 Prozent gestiegen, blickt man in die einzelnen Haushalte, so sieht man doch beachtliche Unterschiede. Für Rentner und Sozialhilfeempfänger verteuerte sich das Leben im Vergleich zum September 1981 um 5,2 Prozent, während Vier-Personen-Arbeitnehmerhaushalte mit mittlerem und höherem Einkommen nur 4,8 Prozent mehr ausgeben mußten.

Für den bundesdeutschen Einzelhandel war der August ein besonders trister Monat. Der Absatz ging im Vergleich zum Vorjahresmonat real, also nach Abzug der Preissteigerungen, um fünf Prozent zurück. Besonders zurückhaltend waren die Verbraucher bei den Käufen in Warenhäusern – diese büßten real sieben Prozent ein – und bei den Bestellungen per Katalog. Der Versandhandel ging um gut zwölf Prozent zurück.

Kein Wunder, daß im August vergleichsweise viele Händler ihre Pforten für immer schließen mußten. 246 Anträge auf Konkurs oder Vergleich – fast 36 Prozent mehr als vor einem Jahr – kamen aus dem Handel. Im verarbeitenden Gewerbe gaben 220, im Dienstleistungsbereich 203 und im Baugewerbe 192 Unternehmer auf.

Ho